30. April, 2008

Sokrates in 5 minutes; Islam in 30 Sekunden; Jesus für Anfänger. Wir kennen diese Rezepturen, Kommerzielles ohne den notwendigen background. An dieser Stelle agieren wir im Doppelpack. Zunächst: In 12 Schritten zum Humanismus. Genauer gesagt zum gottlosen Humanismus des Humanistischen Manifest III, das unter anderem von Paul Kurtz, dem Begründer der International Academy of Humanism, und Richard Dawkins, dem Darling der populären Medien, unterzeichnet wurde. Schliesslich: Ausführliche Information, link am Ende des Artikels.
Säkularisten gehen unter anderem gläubigen Christen gegenüber aggressiv zu Werke, indem sie Metaphysik sowie Theologie und Glauben dogmatisch als Aberglauben abqualifizieren. Selten bis gar nicht nehmen sie auf ihre eigenen Bekenntnisse Bezug, die alte Taktik “Angriff ist die beste Verteidigung” genügt offenbar. Dabei hat jeder Christ, Jude, Muslim und weitere Religionsangehörige… alle haben ein Anrecht zu erfahren, nach welchen Leitlinien der in den Medien bestimmende Teil der Nichtgläubigen sein Leben ausrichtet.
Lehnen wir uns zurück und “geniessen” die 12 Leitsätze, geschaffen von einer Riege pragmatisch denkender Individualisten, für die das Leben sinnlos ist - und die dennoch die gesellschaftliche Vorherrschaft reklamieren.
12 Kernsätze des atheistischen Humanismus:
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23. April, 2008
“Umfragewerte im Keller, der einstige Koalitionspartner abtrünnig - die Zeiten sind schwierig für SPD-Chef Kurt Beck. Derart in die Enge getrieben, sucht der Pfälzer nun sein Heil in der verbalen Offensive - gegen Schwarz, gegen Grün und gegen die “neoliberale Lehre”.” (Spiegel online, weitere links siehe unten)
Ist die politische Linke den aktuellen politischen Herausforderungen nicht gewachsen? Wie führt die intellektuelle Linke die 68er Diskussion?
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20. April, 2008
Chinesische Militärs sollen als Mönche verkleidet den Konflikt weiter provoziert haben. Eine kurze Betrachtung zum Mitdenken:

Stimmt der erhobene Vorwurf tatsächlich, dann mündet das Vorgehen der chinesischen Soldaten in Strategie 1 der Militärs: Wir weiten die Konflikte gezielt aus, um eine dann folgende brutale Niederschlagung zu rechtfertigen.
Die Gegenthese soll hier nicht verschwiegen werden: Verkleidete Militärs sollen die Eskalation von Aufständen direkt vorort verhindern helfen. Strategie 2 würde folgerichtig lauten: Wo immer Konflikte aufflammen, ersticken wir die Gewalt im Keim, bis das Interesse der Weltöffentlichkeit an Tibet verschwindend klein wird.
Dabei ist die Schlussfolgerung nicht unwichtig, dass…
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19. April, 2008
Das waren noch Zeiten - über drei Stunden dauerte der Club 2 (ORF) vom 13. Juni 1978 zum Thema “1968 - Jahr des Aufstands”, der dieser Tage auf 3sat ausgestahlt worden ist. Zu Gast waren die 68er-Ikonen Rudi Dutschke und sein Freund Daniel Cohn-Bendit, der Axel Springer Journalist Matthias Walden sowie der Politikwissenschaftsprofessor Kurt Sontheimer.
Auf neutralem Boden diskutierten die Protagonisten “open end” …
Club 2 blog / Retro Spezial 68 (mit Videos)
Club 2 (Wikipedia)
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4. April, 2008

Paulus von Tarsus: Beeindruckend wie kaum ein zweites Schicksal, dass uns die Schrift erzählt.
Alles hat sich geändert für Paulus, mit der einzigartigen Wende seines Lebens, vom gesetzestreuen Verfolger zum liebenden Christusnachfolger. Nur sein Name hat sich nicht wirklich geändert: Für die Römer hiess er Paulus, für die Juden Saulus.
Kann man Paulus überhaupt konkret erfassen? Man kann es jedenfalls versuchen, hier der Entwurf eines Paulus-Ratgebers…
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3. April, 2008
Wer die kommenden Olympischen Spiele in China aktiv oder passiv unterstützt, ist ein moralisches Schwein. Ich habe gerade eine Petition unterschrieben, welche die chinesische Regierung auffordert die Menschenrechte in Tibet zu respektieren und einen substantiellen Dialog aufzunehmen. Diese Kampagne ist wirklich wichtig und ich hoffe, dass ihr sicherlich mitmachen wollt. Klickt auf diesen Link:
http://www.avaaz.org/de/tibet_end_the_violence
Nach Jahrzehnten chinesischer Repression hat sich die Frustration der Tibetischen Menschen in Straßenprotesten und gewaltsamen Unruhen entladen. Während die Welt wegen der bevorstehenden Olympischen Spiele auf Tibet schaut, rufen die Tibeter die Welt um Hilfe für einen Wechsel.
Die chinesische Regierung trifft gerade jetzt eine wegweisende Entscheidung zwischen brutaler Eskalation oder Dialog, die die Zukunft Tibets und Chinas bestimmen kann. Chinas Präsident Hu Jintao muss zu hören bekommen…
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3. April, 2008
50.000 Menschen auf der Piazza San Pietro. Papst Benedikt feierte auf dem Petersplatz eine Messe zum Gedenken an seinen großen Vorgänger. Vor genau drei Jahren ist Papst Johannes Paul II. gestorben.
„Das Datum 2. April bleibt tief in unser Gedächtnis eingeprägt”, sagte Papst Benedikt, „wir alle denken voller Emotion an die Stunden dieses Samstagabends vor drei Jahren zurück, als eine betende Menge hier auf dem Platz die Nachricht von seinem Tod aufnahm.” Johannes Paul sei ein österlicher Mensch gewesen, von „außerordentlicher spiritueller und mystischer Sensibilität”; er sei in seinem Leben immer dem kreuztragenden Christus gefolgt, sei ihm gerade dann, als ihm die Stimme verloren ging, im Leiden immer ähnlicher geworden. Noch einmal rief Benedikt XVI. die berühmten Worte seines Vorgängers: „Habt keine Angst!”
Erinnern möchte ich an Worte, die Johannes Paul II vor genau 10 Jahren an uns gerichtet hat…
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3. April, 2008
Die Verschmelzung von hoher Politik und naturalistischer Wissenschaft wird uns ein glückliches Leben bescheren. Von der Seele reden wir schon lange nicht mehr, der Geist ist auch nicht mehr der alte, wir sprechen nur mehr über Gene und Neuronen:
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3. April, 2008
Im Jahr 1933, als das I. Humanistische Manifest entstand, wurde mein Vater geboren. Etwa ein viertel Jahrhundert konnte er nur seine Interessen, Werte und seine Würde leben. Meine Geburt bedeutete (wie die Geburt jedes Kindes) eine grosse Veränderung, wobei er es mit den humanistischen Prinzipien Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit sicher gut gehalten hat. Im Sinne moderner Wahlverwandtschaften liess er sich 3 Jahre später scheiden. So gesehen ein Musterbeispiel eines atheistischen Humanisten. Seine Konvertierung 2003 vom Protestanten zum römisch-katholischen Glauben passt nun nicht ganz zum skizzierten Bild.
Meinem Interesse an Atheismus und Humanismus tut dies keinen Abbruch. Vor wenigen Jahren entstand das Humanistische Manifest III. Was sind die Inhalte eines modernen Humanismus? Nicht sehr viele Nichtgläubige kennen diese Manifeste. Wobei diese eigentlich Verbindlichkeit haben sollten, jedenfalls aus Sicht der Autoren. Diese stellen immerhin eine guten Teil der atheistischen Crème de la Crème dar.
Voranstellen möchte ich 12 Kernsätze des atheistischen Humanismus, die sich deutlich aus dem nachfolgenden Text ergeben. Dieser Text zitiert entscheidende Passagen aus dem Humanistischen Manifest III, die jeweils kommentiert werden. Jeder Christ, Jude, Muslim und weitere Religionsangehörige, alle haben ein Anrecht zu erfahren, nach welchen Leitlinien der medial bestimmende Teil der Nichtgläubigen sein Leben ausrichtet. Weiters hat jeder, der beispielsweise das christliche Weltbild für irrelevant erklärt, einmal mehr die Chance, sich mit Kritik an seiner Weltsicht auseinanderzusetzen.
12 Kernsätze des atheistischen Humanismus:
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