3. April, 2008
Im Jahr 1933, als das I. Humanistische Manifest entstand, wurde mein Vater geboren. Etwa ein viertel Jahrhundert konnte er nur seine Interessen, Werte und seine Würde leben. Meine Geburt bedeutete (wie die Geburt jedes Kindes) eine grosse Veränderung, wobei er es mit den humanistischen Prinzipien Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit sicher gut gehalten hat. Im Sinne moderner Wahlverwandtschaften liess er sich 3 Jahre später scheiden. So gesehen ein Musterbeispiel eines atheistischen Humanisten. Seine Konvertierung 2003 vom Protestanten zum römisch-katholischen Glauben passt nun nicht ganz zum skizzierten Bild.
Meinem Interesse an Atheismus und Humanismus tut dies keinen Abbruch. Vor wenigen Jahren entstand das Humanistische Manifest III. Was sind die Inhalte eines modernen Humanismus? Nicht sehr viele Nichtgläubige kennen diese Manifeste. Wobei diese eigentlich Verbindlichkeit haben sollten, jedenfalls aus Sicht der Autoren. Diese stellen immerhin eine guten Teil der atheistischen Crème de la Crème dar.
Voranstellen möchte ich 12 Kernsätze des atheistischen Humanismus, die sich deutlich aus dem nachfolgenden Text ergeben. Dieser Text zitiert entscheidende Passagen aus dem Humanistischen Manifest III, die jeweils kommentiert werden. Jeder Christ, Jude, Muslim und weitere Religionsangehörige, alle haben ein Anrecht zu erfahren, nach welchen Leitlinien der medial bestimmende Teil der Nichtgläubigen sein Leben ausrichtet. Weiters hat jeder, der beispielsweise das christliche Weltbild für irrelevant erklärt, einmal mehr die Chance, sich mit Kritik an seiner Weltsicht auseinanderzusetzen.
12 Kernsätze des atheistischen Humanismus:
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22. März, 2008

Der Lichtritus mit seiner Symbolkraft am Ende der Karwoche ist doch ein Hinweis der ganz besonderen Art, das Licht als Zeichen für die unwahrscheinliche, einzigartige Botschaft der Auferstehung Christi. Kann es da etwas geben, das wir leicht, sprich light nehmen können?
Andererseits tut eine gute Portion Gelassenheit deinen Nächsten und deinen Kindern gut, und darüber hinaus denen, die sich vielleicht gerade jetzt nicht wirklich auf Ostern einlassen können, wie Trauernde, Arbeitsuchende, Einsame, Schwerkranke…
Zurück zum Osterfest, genauer zum Ostersamstag. Im Zentrum der Osterfeier steht die Osternacht, die Ostervigil, also vigilia, die Nachtwache der Gemeinde Christi. Eingeleitet wird die Nachtfeier mit einem Lichtritus. Das Osterfeuer, die Osterkerze und das Anzünden der Lichter der ganzen Gemeinde sind sprechende Bilder für den auferstandenen Jesus Christus.
Wie kann nun die angesprochene Gelassenheit am Osterwochenende aussehen, ohne den Sinn von Ostern sterben zu lassen?
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21. März, 2008

Prolog: Josef von Arimathäa wälzte einen Stein vor des Grabes Tür (Mk,15,46). Vorbei alle Anstrengung, alle Zweifel, alle Hoffnung auf eine Wendung zum Besseren, vorbei der innere und äussere Kampf, der Einsatz für das Gute, das Leben und für den Glauben an den Menschen liebenden Gott. Unterstützung braucht es nicht mehr, Enttäuschung und Verrat waren gestern und sind nicht mehr rückgängig zu machen. Es bleibt noch dem Toten die letzte Ehre zu erweisen, ihm ein würdiges Begräbnis zukommen zu lassen.
Schnitt, erste Szene. Oxford im Distrikt Oxfordshire, es ist Ostersamstag. Wir befinden uns am Friedhof Mountbatton, unweit der ehrwürdigen Universität. Er war Professor für Biologie und einer der bekanntesten Wissenschaftler seiner Zeit.
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20. März, 2008
Nichts ist einer hedonistischen Gesellschaft ärgerlicher als das Kreuz. Wenn es stets darum geht, Spass zu haben, das Glück als käuflich und den Frieden als machbar erscheinen zu lassen, dann kann die Devise nur heissen: Holt Jesus vom Kreuz !
Unsere säkularisierten Gesellschaften sind eifrig dabei, diese Grundeinstellung Wirklichkeit werden zu lassen. Die Würde des Menschen wird zunehmend so interpretiert, dass wir das Recht haben, uns noch vor Alterskrankheiten und grösseren Schmerzen nach freiem Willen den Tod zu geben.
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25. Januar, 2008
Craig Venter, Genforscher: “Wer an einen übernatürlichen Schöpfer glaubt, kann kein guter Wissenschaftler sein.” Craig Venter zitiert damit, was viele Naturwissenschaftler denken, besser gesagt glauben.
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22. Januar, 2008

The Creator’s Enemy
Hey, das klingt doch fantastisch. Da können wir uns die anstrengende Sache mit Gott und der Religion vielleicht doch sparen. Aus dem Fasching bzw. Karneval heraus starten wir endgültig in Richtung völlig “befreite” Ostern… Aber der Reihe nach. Was sind nun die good news aus der scientific community?
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2. Januar, 2008
Das Vorwort zu “Der Gotteswahn“ wurde bereits hinreichend kommentiert. Wie sieht es in der Folge mit den zentralen Thesen eines (medial) führenden Vertreters des Atheismus aus?
Wir erinnern uns an die Gotteshypothese, die nach Richard Dawkins Grundvoraussetzung monotheistischer Religionen ist:
Es gibt eine übermenschliche, übernatürliche Intelligenz, die das Universum und alles, was darin ist, einschliesslich unserer selbst, absichtlich gestaltet und erschaffen hat (S.46). Weiters: Der abrahamitische Gott hat das Universum nicht nur erschaffen, sondern er ist ein persönlicher Gott, der darin oder ausserhalb davon (was immer das bedeuten mag) wohnt, und die unangenehmen Eigenschaften hat, auf die ich bereits angespielt habe (S.45/55).
Auf 534 Seiten macht sich der Evolutionsbiologe Dawkins eine Menge Gedanken zu dem Thema, wie sich die Existenz Gottes am wirkungsvollsten abstreiten, desavouieren und widerlegen lässt. Zu seinem Stil will ich mich an dieser Stelle nicht äussern. Fragen wir also: Zu welchen Schlüssen kommt Dawkins? Wie stehe ich als Theist zu diesen Schlüssen?
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26. Dezember, 2007
Ich wusste nicht, dass ich das gedurft hätte, zitieren Sie in Ihrem Vorwort Ihre eigene Frau (Lady Sarah Ward, besser bekannt als Lalla), die liebend gerne die Schule aufgegeben hätte, dies aber ihren Eltern gegenüber nicht äussern konnte.
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