Euro 2008: Charakter-Schweini als Viertelfinalwinner
20. Juni, 2008
Typisch für den Spitzensport, untypisch für die Deutschen: Löw setzt nicht auf deutsche Tugend (nennen wir’s athletically correctness) …sondern auf 0pportunismus

Typisch für den Spitzensport, untypisch für die Deutschen: Löw setzt nicht auf deutsche Tugend (nennen wir’s athletically correctness) …sondern auf 0pportunismus
Konflikte zwischen Männern und Frauen, Hass auf Schwule, existenzielle Deutungskämpfe - all das gibt es im Stadion. Fakt ist, dass für viele der Rasensport eine Art Lebensinhalt ist…
Der Sozialwissenschaftler Michael Rautenberg von der Technischen Universität Dresden erforscht, welche gesellschaftlichen Probleme sich im Fußball widerspiegeln und wie er die Alltagswelt vieler Menschen prägt. Rautenberg ist Co-Autor des Buchs “Doppelpässe - Eine sozialwissenschaftliche Fußballschule”.
ZEIT online: Sie untersuchen Fußball wissenschaftlich. Können Sie noch ganz entspannt Spiele ansehen?
…ist nicht so schwer: Es ist der Unterschied zwischen rosa und rot.
DEUTSCHLAND

…hat Schweinsteiger und dieser holt sich die Rote Karte. Mit Schwein dagegen hätte man auch dieses Spiel gewonnen und bereits jetzt rosarote Aussichten auf den Viertelfinalplatz…
Nun ist es offiziell, laut Mitteilung der A.P. Agentur: Mit Wirkung von Montag, dem 9. Juni 2008, ist Petr Cech auch im Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft.

Für das Polen-Spiel am Donnerstag (12.6.) wäre Petr Cech damit für Österreich spielberechtigt. Aber die Fussballverbände beider Länder sind übereingekommen…
oder verkaufen ihren eigenen Hype :-). Na dann, Médames et Messieurs, faites vos jeux - et surtout l’amour, denn aus Träumen erwachen wir toujours.

Mein Dank für diesen ausdrucksstarken visuellen Beitrag führt hierhin.
Wir . . . .* bereit - und geniessen die nächsten drei Wochen rundumadum ;-), für Unterhaltung ist in jedem Fall und das bis 29. Juni (stöhn) gesorgt.
*das Wörtchen “sind“ ist, wenn Du ganz genau hinschaust, in weiss gedruckt, rot-weiss-rot eben.
Wobei ich zugebe, neben den 2 österreichischen Fahnen auch eine französische Fahne…
…und sie bewegt sich doch, die web community. Die engagierten Leute von Avaaz.org leisten tolle Arbeit - und die Internetgemeinde macht offensichtlich mit, wenn man sich die Aktionen und Ergebnisse ansieht.
Selbst in einer Tiefe von 1600 Metern unter dem Meeresboden gibt es Leben…
Neues layout? Nein.
Anderer Inhalt? Nein.
Neuer Betreiber? For heaven’s sake, no!
Was dann?
xxx
“Umfragewerte im Keller, der einstige Koalitionspartner abtrünnig - die Zeiten sind schwierig für SPD-Chef Kurt Beck. Derart in die Enge getrieben, sucht der Pfälzer nun sein Heil in der verbalen Offensive - gegen Schwarz, gegen Grün und gegen die “neoliberale Lehre”.” (Spiegel online, weitere links siehe unten)
Ist die politische Linke den aktuellen politischen Herausforderungen nicht gewachsen? Wie führt die intellektuelle Linke die 68er Diskussion?

Wer die kommenden Olympischen Spiele in China aktiv oder passiv unterstützt, ist ein moralisches Schwein. Ich habe gerade eine Petition unterschrieben, welche die chinesische Regierung auffordert die Menschenrechte in Tibet zu respektieren und einen substantiellen Dialog aufzunehmen. Diese Kampagne ist wirklich wichtig und ich hoffe, dass ihr sicherlich mitmachen wollt. Klickt auf diesen Link:
http://www.avaaz.org/de/tibet_end_the_violence
Nach Jahrzehnten chinesischer Repression hat sich die Frustration der Tibetischen Menschen in Straßenprotesten und gewaltsamen Unruhen entladen. Während die Welt wegen der bevorstehenden Olympischen Spiele auf Tibet schaut, rufen die Tibeter die Welt um Hilfe für einen Wechsel.
Die chinesische Regierung trifft gerade jetzt eine wegweisende Entscheidung zwischen brutaler Eskalation oder Dialog, die die Zukunft Tibets und Chinas bestimmen kann. Chinas Präsident Hu Jintao muss zu hören bekommen…
50.000 Menschen auf der Piazza San Pietro. Papst Benedikt feierte auf dem Petersplatz eine Messe zum Gedenken an seinen großen Vorgänger. Vor genau drei Jahren ist Papst Johannes Paul II. gestorben.
„Das Datum 2. April bleibt tief in unser Gedächtnis eingeprägt”, sagte Papst Benedikt, „wir alle denken voller Emotion an die Stunden dieses Samstagabends vor drei Jahren zurück, als eine betende Menge hier auf dem Platz die Nachricht von seinem Tod aufnahm.” Johannes Paul sei ein österlicher Mensch gewesen, von „außerordentlicher spiritueller und mystischer Sensibilität”; er sei in seinem Leben immer dem kreuztragenden Christus gefolgt, sei ihm gerade dann, als ihm die Stimme verloren ging, im Leiden immer ähnlicher geworden. Noch einmal rief Benedikt XVI. die berühmten Worte seines Vorgängers: „Habt keine Angst!”
Erinnern möchte ich an Worte, die Johannes Paul II vor genau 10 Jahren an uns gerichtet hat…
Die Verschmelzung von hoher Politik und naturalistischer Wissenschaft wird uns ein glückliches Leben bescheren. Von der Seele reden wir schon lange nicht mehr, der Geist ist auch nicht mehr der alte, wir sprechen nur mehr über Gene und Neuronen: