10. November, 2007
»Sie glorifizieren den Tod im Namen des Islam«
Daniel J. Goldhagen
Der US-amerikanische Politologe Daniel Jonah Goldhagen, der Geschichte an der Harvard University in Cambridge lehrt, löste vor zehn Jahren mit seinem Buch »Hitlers willige Vollstrecker« hitzige Debatten in Deutschland aus. Auch seine neuen Thesen zum politischen Islam sorgen für Aufregung. Über die Gemeinsamkeiten von Nationalismus und politischem Islam und darüber, warum die Europäer beim Kampf gegen diese Gefahr wenig Initiative zeigen, sprach mit ihm Kerstin Eschrich von der Wochenzeitung Die linke Wochenzeitung.

Sie vergleichen den politischen Islam mit dem Nationalsozialismus. Worin bestehen die Ähnlichkeiten?
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28. Oktober, 2007
Der Traum vom Zug in die Hölle
Zu einer Zeit, als viele unserer Großeltern sich von einem wirtschaftlich und politisch erstarkenden Deutschland blenden lassen - wir befinden uns im Jänner 1938 - hat Franz Jägerstätter einen Traum, bei dem er viele junge und alte Leute auf einen Eisenbahnzug zuströmen sieht. Eine Stimme sagt ihm, daß dieser Zug - in die Hölle fährt.

„Ich möchte eben jedem zurufen, der sich in diesem Zuge befindet: ‚Springet aus, ehe dieser Zug in seine Endstation einfährt, wenn es dabei auch das Leben kostet!’ Somit glaub ich, hat mir Gott es durch diesen Traum oder Erscheinung klar genug gezeigt und ins Herz gelegt, mich zu entscheiden, ob Nationalsozialist - oder Katholik!”
(Gefängnisbriefe und Aufzeichnungen).
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23. September, 2007
327 postings in 2 Tagen, was sagt uns das?
Jan Philipp Reemtsma hat mit seinem in DerStandard wiedergegebenen Vortrag ganz klar einen Nerv getroffen. Hinzufügen darf ich, dass etwa 3-4 dieser postings als sachlich fundiert bezeichnet werden können, das entspricht ziemlich genau 1 Prozent aller Beiträge, der Rest fällt unter mehr oder weniger spannende Psychoduelle emotional übermässig belasteter Poster. Es ist Zeit für eine unaufgeregte Bestandsaufnahme gesellschaftlicher Kontexte. Nun aber zum Text:
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11. September, 2007
Der vorliegende Text von Ralph Giordano stammt vom 1. Juni 2007 (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und ist bekannt. Allein seine Klarheit und Eindringlichkeit sind Anlass, ihn nochmals zu veröffentlichen. Ein engagierter Europäer, oder wie wohltuend Nebelscheinwerfer im Dunst der Standpunktlosigkeit sind…

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21. August, 2007
wieweit kommen wir mit diesen worten? “Es braucht diese Empörung, trotz ihrer begrenzten Wirkung, sonst bricht der Boden der Zivilisation. Er ist dünner, als man denkt”, so lesen wir heute in der SZ im artikel JAGD AUF DAS FREMDE.

kleinstadt, landwirtschaftliches gebiet, stadtfest, bierzelt, alkoholgetränkte streitereien, mitfeiernde inder schlussendlich als ziel, neonazistische parolen kommen auf, brutale hetzjagd von etwa 50 bewohnern mügelns auf das grüppchen inder, brutale verletzungen… wir haben das gehört, gesehen und gelesen.
nach abklingen aller betroffenheit jetzt die frage, wie geht es weiter? es ist längst an der zeit, die zähen wurzeln und unangenehmen wahrheiten anzusprechen.
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18. August, 2007
1955
beginnt die Geschichte des Holocaust-Archivs im hessischen Bad Arolsen. Ein wichtiger Schritt zur Sammlung allen verfügbaren Materials ist getan.
2006
Vorgeschichte, 2. Teil. DIE NEUE EPOCHE ONLINE schreibt im April 2006: “Elf Staaten schlossen 1955 den Vertrag über das Archiv des Internationalen Suchdienstes: Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Israel, Luxemburg, die Niederlande, Polen und die USA. Von ihnen hat Deutschland die strengsten Bestimmungen zum Schutz der Privatsphäre. In Gesprächen mit dem Holocaust-Museum in Washington erklärte sich Bundesjustizministerin Brigitte Zypries aber am 18. April 2006 dazu bereit, das Holocaust-Archiv zu öffnen.
«Es war, als ob man einen Banktresor öffnet und gesagt bekommt, dass man die Goldbarren nicht berühren darf», sagt der Professor für Völkermordstudien an der Universität Amsterdam. 60 Jahre lang durften die Bestände des Archivs nur für Anfragen der Angehörigen von Holocaust-Opfern genutzt werden. Diese sollten vor der Veröffentlichung von persönlichen Informationen bewahrt werden, darunter Angaben zu Erbkrankheiten, zum Sexualverhalten oder zu pseudo-medizinischen Experimenten. Jetzt (Anm.: das war 2006) entscheidet ein von elf Staaten gebildeter Ausschuss in Luxemburg darüber, ob das Archiv für die historische Forschung geöffnet wird.”
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17. August, 2007
dankenswerterweise konnte ich dem watchblog islamophobie den hinweis auf ein interview in der süddeutschen entnehmen, ein gespräch mit den blogbetreibern von VIEW FROM IRAN in der SZ. die autoren des watchblog islamophobie haben dieses interview bis 17.08.07 15 uhr noch nicht kommentiert. VIEW FROM IRAN kann keinesfalls als beleg für die propaganda des westens gegenüber islamischen staaten dienen. dies wäre grundfalsch, denn die letzten beiden absätze des artikels in der Süddeutschen Zeitung lassen keine zweifel offen, hier erhalten wir eine glasklare einschätzung des gegenwärtigen politisch-religiösen klimas im iran:
Die einheimische Bevölkerung hingegen beginne, an der Lage zu verzweifeln: “Es ist inzwischen eine Generation herangewachsen, die ein Leben ohne islamische Gesetzgebung nie gekannt hat. Die junge Generation ist zynischer geworden, hat keine Hoffnung auf Veränderung”, sagt sie nachdenklich,
“und das Land hat inzwischen so viel Talent und so viele Ressourcen verschwendet, dass es vielleicht keine Möglichkeit mehr gibt, die Dinge zu wenden.”
Für einen Moment stockt sie, die jüdische Amerikanerin, die im Iran heimisch geworden war: “Es ist furchtbar, so etwas zu sagen, oder? Mir bricht es wirklich das Herz, so pessimistisch über einen Ort zu reden, den ich so sehr zu lieben gelernt habe.”

gerne gebe ich den link weiter: VIEW FROM IRAN nun heisst der blog korrekt view from [outside] iran, da die blogbetreiber in die usa zurückgekehrt sind.
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