Frauen wollen ihn am liebsten abschaffen, den Alibi-Jahrestag: Internationaler Frauentag. Wurscht, es ist stark, beschämend und überwältigend, was das „schwache Geschlecht“ erlebt und vorlebt.
Männer haben allen Grund, Achtung zu zeigen. Und zwar täglich, nicht nur an bestimmten Tagen…
Dann gibt es Lebensgeschichten, die Männern niemals zustossen oder die Männer niemals zustande brächten. Vier Beispiele seien stellvertretend genannt, aus ganz verschiedenen Ecken der Welt…
Hey, das klingt doch fantastisch. Da können wir uns die anstrengende Sache mit Gott und der Religion vielleicht doch sparen. Aus dem Fasching bzw. Karneval heraus starten wir endgültig in Richtung völlig “befreite” Ostern… Aber der Reihe nach. Was sind nun die good news aus der scientific community?
»Sie glorifizieren den Tod im Namen des Islam« Daniel J. Goldhagen Der US-amerikanische Politologe Daniel Jonah Goldhagen, der Geschichte an der Harvard University in Cambridge lehrt, löste vor zehn Jahren mit seinem Buch »Hitlers willige Vollstrecker« hitzige Debatten in Deutschland aus. Auch seine neuen Thesen zum politischen Islam sorgen für Aufregung. Über die Gemeinsamkeiten von Nationalismus und politischem Islam und darüber, warum die Europäer beim Kampf gegen diese Gefahr wenig Initiative zeigen, sprach mit ihm Kerstin Eschrich von der Wochenzeitung Die linke Wochenzeitung.
Sie vergleichen den politischen Islam mit dem Nationalsozialismus. Worin bestehen die Ähnlichkeiten?
auf die dauer sind sie mühsam, egal ob sie bigberta oder PI heissen. diese blogs kommen von ihren emotionen kaum herunter und scheitern an ihren prämissen. sie sind “gegen jegliche vorbehalte oder einwände gegen den islam” oder “bewegen sich von vorneherein ausserhalb der politischen (mehrheitlich akzeptierten gesellschaftlichen) standards”.
sie sind anti, also immer äusserst subjektiv. ich sage dagegen: less emotion, mehr fakten und nachvollziehbare einschätzungen, bitte. ganz in ruhe, lassen wir uns auf unterschiede zweier grosser religionen nach inhalten und praktiken ein. ohne keule, ohne anklage.
327 postings in 2 Tagen, was sagt uns das? Jan Philipp Reemtsma hat mit seinem in DerStandard wiedergegebenen Vortrag ganz klar einen Nerv getroffen. Hinzufügen darf ich, dass etwa 3-4 dieser postings als sachlich fundiert bezeichnet werden können, das entspricht ziemlich genau 1 Prozent aller Beiträge, der Rest fällt unter mehr oder weniger spannende Psychoduelle emotional übermässig belasteter Poster. Es ist Zeit für eine unaufgeregte Bestandsaufnahme gesellschaftlicher Kontexte. Nun aber zum Text:
Immer mehr Computerspiele dienen propagandistischen Zwecken:
“Egal, ob USA, Iran oder Hisbollah Der “Krieg der Kulturen” ist in der digitalen Welt längst Wirklichkeit geworden. “Werte”, auf die es ankommt, werden mitgeliefert. Kampfbereite Spieler vor dem Computer können sich während der Ladezeiten einprägen, was wirklich wichtig ist: Loyalität, Ehre, Selbstlosigkeit und ein soldatischer Treueschwur auf die USA. “America’s Army”, das offizielle Computerspiel der US-Armee möchte mit Heeresidealen und scheinbar realistischen Eindrücken vom Leben in der Armee neue (echte) Soldaten kostengünstig rekrutieren. Kritiker werfen dieser Strategie offene Propaganda und Verminderung der Gewaltschwelle als Vorbereitung auf reale Gefechte vor.
Der vorliegende Text von Ralph Giordano stammt vom 1. Juni 2007 (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und ist bekannt. Allein seine Klarheit und Eindringlichkeit sind Anlass, ihn nochmals zu veröffentlichen. Ein engagierter Europäer, oder wie wohltuend Nebelscheinwerfer im Dunst der Standpunktlosigkeit sind…
wieweit kommen wir mit diesen worten? “Es braucht diese Empörung, trotz ihrer begrenzten Wirkung, sonst bricht der Boden der Zivilisation. Er ist dünner, als man denkt”, so lesen wir heute in der SZ im artikel JAGD AUF DAS FREMDE.
kleinstadt, landwirtschaftliches gebiet, stadtfest, bierzelt, alkoholgetränkte streitereien, mitfeiernde inder schlussendlich als ziel, neonazistische parolen kommen auf, brutale hetzjagd von etwa 50 bewohnern mügelns auf das grüppchen inder, brutale verletzungen… wir haben das gehört, gesehen und gelesen.
nach abklingen aller betroffenheit jetzt die frage, wie geht es weiter? es ist längst an der zeit, die zähen wurzeln und unangenehmen wahrheiten anzusprechen.
dankenswerterweise konnte ich dem watchblog islamophobie den hinweis auf ein interview in der süddeutschen entnehmen, ein gespräch mit den blogbetreibern von VIEW FROM IRAN in der SZ. die autoren des watchblog islamophobie haben dieses interview bis 17.08.07 15 uhr noch nicht kommentiert. VIEW FROM IRAN kann keinesfalls als beleg für die propaganda des westens gegenüber islamischen staaten dienen. dies wäre grundfalsch, denn die letzten beiden absätze des artikels in der Süddeutschen Zeitung lassen keine zweifel offen, hier erhalten wir eine glasklare einschätzung des gegenwärtigen politisch-religiösen klimas im iran:
Die einheimische Bevölkerung hingegen beginne, an der Lage zu verzweifeln: “Es ist inzwischen eine Generation herangewachsen, die ein Leben ohne islamische Gesetzgebung nie gekannt hat. Die junge Generation ist zynischer geworden, hat keine Hoffnung auf Veränderung”, sagt sie nachdenklich,
“und das Land hat inzwischen so viel Talent und so viele Ressourcen verschwendet, dass es vielleicht keine Möglichkeit mehr gibt, die Dinge zu wenden.”
Für einen Moment stockt sie, die jüdische Amerikanerin, die im Iran heimisch geworden war: “Es ist furchtbar, so etwas zu sagen, oder? Mir bricht es wirklich das Herz, so pessimistisch über einen Ort zu reden, den ich so sehr zu lieben gelernt habe.”
gerne gebe ich den link weiter: VIEW FROM IRAN nun heisst der blog korrekt view from [outside] iran, da die blogbetreiber in die usa zurückgekehrt sind.
heute stand GHANDI auf unserem familienprogramm. danke richard attenborough. danke ben kingsley. und vor allem: danke mahatma gandhi. dieser ganz aussergewöhnliche mensch verdient wahrhaftig unser andenken. es lohnt sich einige überlieferte gedanken nachzulesen. gandhiserve.org
Glaube
“Ich glaube Leuten nicht, die mit anderen über ihren Glauben, besonders in einer Bekehrungsabsicht sprechen. Glauben läßt kein Reden zu. Er muß gelebt werden und spricht dann für sich selber.”
Young India, 20. Oktober 1927
Die Welt von morgen
“Die Welt von morgen wird eine, ja muß eine Gesellschaft sein, die sich auf Gewaltfreiheit gründet. Das ist das erste Gesetz; aus diesem werden alle anderen guten Taten hervorgehen. Dies mag ein entferntes Ziel sein, ein unpraktisches Utopia. Aber es ist nicht im geringsten unerreichbar, da man dafür hier und jetzt arbeiten kann. Ein Einzelner kann den Lebensstil der Zukunft praktizieren - den gewaltfreien Weg -, ohne auf andere warten zu müssen. Und wenn es ein Einzelner kann, können es nicht auch Gruppen, ganze Nationen? Die Menschen zögern oft, einen Anfang zu machen, weil sie fühlen, daß das Ziel nicht vollständig erreicht werden kann. Diese Geisteshaltung ist genau unser größtes Hindernis auf dem Weg zum Fortschritt, ein Hindernis, das jeder Mensch, sofern er nur will, aus dem Weg räumen kann.”
Harijan, 10. Februar 1946
Gott
“Das Endziel des Menschen ist das Erkennen Gottes, und alle seine Aktivitäten, seien sie sozial, politisch, religiös, müssen von diesem Endziel geleitet werden: Der Vision Gottes. Unmittelbarer Dienst am Menschen wird einfach deshalb schon ein notwendiger Bestandteil der Bemühungen, weil der einzige Weg, Gott zu finden, darin besteht, ihn in seiner Schöpfung zu schauen und eins mit ihr zu sein. Dies kann allein durch den Dienst an allen geschehen. Ich bin ein Teil vom Ganzen und kann ihn vom Rest der Menschheit nicht getrennt finden.”
Harijan, 29. August 1936
mein persönliches ziel soll sein, mit noch wachsameren augen durch die welt und das netz zu surfen, und die “gutartigen geschwüre” zivilcourage, gewaltfreiheit und nächstenliebe immer wieder auf diese seite zu stellen, ja nach möglichkeit selbst zu praktizieren?!
ist das provokation? nein, es ist eine analytische, korrigierende sicht der dinge.
der titel ist die kurzformel eines vortrags des renommierten jesuitenpaters HENRI BOULAD. aufgewachsen in frankreich, ägypten und libanon, ein mann der seine erkenntnisse in europa, usa und dem nahen osten klar und unmissverständlich vertritt. henri boulads einschätzung des aktuell und medial vertretenen islam ist authentisch. bei genauerem hinsehen bekommen die ausschliesslich parteiergreifenden stellungnahmen des watchblog islamophobie einen unangenehmen beigeschmack.
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der in kairo lehrende p. boulad sj beschreibt sechs arten des islam, vom laizistischen, mystischen bis zum offiziellen und politischen islam. vertiefter dialog mit vertretern westlicher gesellschaften ist in ländern wie türkei und libanon möglich, wo es aufgeschlossene kräfte für eine trennung von politik und religion gibt.
auf der anderen seite erleben wir muslim-bruderschaften (tabligh, banna, kotb, chaaraoui, hoveidi, telmesany), weiters bewegungen im iran und sudan (djamaat islamiyya, al takfir wal hirja, al-noun min-al-nar, al-chawkiyyoun, omar abdel-rahman), mit denen der dialog schlichtweg unmöglich ist.
henri boulad widerspricht SAID EL-ACHMOUIs Buch „Al Islam as-siyasi”, übersetzt „Der Islamismus gegen den Islam”, deutlich indem er sagt: der islamismus der gegenwart ist der islam. diese formel ist nicht simplifizierung, nicht hetze, sondern erkenntnis.
der islamismus ist weder eine karikatur noch ein märchen, noch eine häresie oder eine vom klassischen - orthodoxen - sunnitischen islam abweichende randerscheinung. im gegenteil, der islamismus ist der entblösste islam, ohne maske und ohne schminke, ganz treu und und konsequent sich selbst gegenüber, ein islam, der den mut und die hellsicht hat, bis an seine grenzen und letzten konsequenzen zu gehen.
wir erleben ein globales projekt, globalisierend, totalisierend und totalitär. weil der islam ein ganzes, ein glaube und ein kult, eine perspektive und eine moral, eine lebensweise und vielfach eine staatsreligion ist. unnachgiebig bietet er entweder das heil oder das verderben. so ist die - medial - dominierende form des islam islamismus.
viel gäbe es noch zu sagen. lassen wir die überschriften der kapitel für sich sprechen: der islam ist politik oder nichts (Khomeiny) - die durchschlagskraft des islam durch seinen ausserordentlichen zusammenhalt - der islam als intensiv fusionierender schmelztiegel - die grosse einfachheit und anpassungsfähigkeit des islam - der dschihad mehrheitlich als kampf mit dem schwert - der islam als gewaltintegrierende religion.
der aktuelle befund henri boulads ist klar: der muslim trägt die gewissheit in sich, recht zu haben, die wahrheit zu besitzen. aus dieser überzeugung heraus ist das ziel der sieg, die welt zu erobern. da der islam mit der zeit rechnet, nimmt er sich genug zeit, er fühlt sich im besitz der ewigkeit. im islam steckt die unendliche geduld des beduinen, der seiner karawane folgt, und sein ziel erreichen will… und erreichen wird?
die pointe ist, dass dieser befund aus dem jahr 1996 stammt.
vor 9/11, vor madrid, vor london.