Holocaust-Archiv für Forschung nur teilweise geöffnet

1955
beginnt die Geschichte des Holocaust-Archivs im hessischen Bad Arolsen. Ein wichtiger Schritt zur Sammlung allen verfügbaren Materials ist getan.

2006
Vorgeschichte, 2. Teil. DIE NEUE EPOCHE ONLINE schreibt im April 2006: „Elf Staaten schlossen 1955 den Vertrag über das Archiv des Internationalen Suchdienstes: Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Israel, Luxemburg, die Niederlande, Polen und die USA. Von ihnen hat Deutschland die strengsten Bestimmungen zum Schutz der Privatsphäre. In Gesprächen mit dem Holocaust-Museum in Washington erklärte sich Bundesjustizministerin Brigitte Zypries aber am 18. April 2006 dazu bereit, das Holocaust-Archiv zu öffnen.

NAZI ARCHIV BAD AROLSEN«Es war, als ob man einen Banktresor öffnet und gesagt bekommt, dass man die Goldbarren nicht berühren darf», sagt der Professor für Völkermordstudien an der Universität Amsterdam. 60 Jahre lang durften die Bestände des Archivs nur für Anfragen der Angehörigen von Holocaust-Opfern genutzt werden. Diese sollten vor der Veröffentlichung von persönlichen Informationen bewahrt werden, darunter Angaben zu Erbkrankheiten, zum Sexualverhalten oder zu pseudo-medizinischen Experimenten. Jetzt (Anm.: das war 2006) entscheidet ein von elf Staaten gebildeter Ausschuss in Luxemburg darüber, ob das Archiv für die historische Forschung geöffnet wird.“


NAZI ARCHIV BAD AROLSEN

2007
Wie der NEW YORK TIMES diese Woche zu entnehmen ist, wird die (teilweise) Öffnung des Archivs erst am 20. August vorgenommen. Historiker haben dann immer noch keinen ungehinderten Zugang, weil Frankreich, Italien und Griechenland die notwendigen Zusatzbestimmungen (aus den angesprochenen Datenschutzgründen) weiter nicht ratifizieren.

2007 – ????
Eine weitere Schwäche eines Europas, das erst mühsam lernen muss, gemeinsam stark zu werden. Man muss sich hier ernsthaft fragen, ob wir Europäer denn nicht lernen wollen, solidarisch im Interesse der Vergangenheitsaufarbeitung zu handeln?

Über .kroski

Was bewegt mich? ".kroski" widmet sich der Auseinandersetzung Christentum kontra Humanismus. Diese ist mittlerweile zum bedeutsamsten Kulturkampf in unserer Gesellschaft geworden: Atheisten, Humanisten und Naturalisten treten immer schärfer gegen jede Form von Religion auf, und die Kirchen wehren sich zunehmend dagegen. Es geht also weniger um unsere christlichen Positionen in der Auseinandersetzung mit Islam und Judentum. Vielmehr ist es die Konfrontation zwischen dem "evolutionären" Humanismus einerseits und den Kirchen andererseits, die unsere Kinder beschäftigen wird. Da möchte ich meinen kleinen Teil dazu beitragen, christliche Werte glaubwürdig zu vertreten. Grüße aus einem spannenden Leben, .kroski

Veröffentlicht am 18. August, 2007, in Deutschland, Europa, Geschichte, Gesellschaft, Holocaust, Nachrichten, Politik, Wissen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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