Burma, Birma, Myanmar.

 

siehe auch: free TIBET – mitmachen!

siehe auch: Burma-Myanmar-Berichterstattung?

 

Täglich will ich – so wie Millionen anderer – umfassend und kompetent über die Entwicklung in Burma unterrichtet werden – doch die klassische Nachrichtenschiene schüttet uns nur mit lokalen News voll. Aber wir haben ja unsere Online-Quellen. Hier aktuelle Auszüge und Verweise:

DIE GELBE REVOLTE


DIE PRESSE, Wolfgang Greber:
Es ist nicht überzogen, die Clique unter General Tan Shwe (74), die ihr Land so heruntergewirtschaftet hat, dass es heute zu den ärmsten der Welt zählt und eine Währung hat, die keiner will, als Nachfahren der japanischen Aufseher (Anmerkung: nimmt Bezug auf WK II) zu sehen: Die Minderheiten, etwa Shan (8,5 Prozent der Bevölkerung) und Karen (6,2%), werden unterdrückt. Truppen vernichten, so berichten NGOs und Rotes Kreuz, ganze Dörfer, töten das Vieh, verschleppen Bewohner. Allerorten gibt es Kämpfe mit ethnischen Milizen. Auch das Mehrheitsvolk der Bamar (70%) ist unter der Knute: Es ist üblich, Leute wochen- und monatelang für Zwangsarbeit unter militärischer Aufsicht zu rekrutieren; so entstehen Straßen, Pipelines und schöne Hotels, denn das Regime ist auf Dollars aus dem Tourismus scharf.

WELT DEBATTE, Václav Havel:
Jahrzehntelang hat die internationale Gemeinschaft diskutiert, wie man die Vereinten Nationen reformieren könnte, damit diese angesichts von Konflikten wie aktuell in Burma oder Darfur die bürgerliche und menschliche Würde besser schützen können. Nicht die unschuldigen Opfer der Repression verlieren ihre Würde, sondern die internationale Gemeinschaft, deren Tatenlosigkeit darin mündet, hilflos zuzusehen, wie die Opfer ihrem Schicksal überlassen werden.
Die Diktatoren dieser Welt wissen natürlich ganz genau, wie sie die Willensschwäche und Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, einzuordnen haben. Wie sonst sollen sie es interpretieren, wenn nicht als umfassende Anerkennung der herrschenden Zustände und ihrer Fähigkeit, ungestraft davonzukommen?

FOCUS ONLINE:
Da ausländische Korrespondenten kaum ins Land kommen, sind westliche Medien auf die Berichterstattung inländischer Journalisten und privater Augenzeugen angewiesen. Doch dies wird nach Angaben von Katrin Evers von Reporter ohne Grenzen immer schwieriger. Birmanische Journalisten und Augenzeugen setzten sich großen Gefahren aus.Schon lange überwache das Regime die wenigen Internetcafés streng, sagt Evers. So seien dort seit Längerem automatisch Screenshots gemacht worden, mit deren Hilfe die Sicherheitsbehörden sehen könnten, welche Seiten im Internet besucht wurden. Doch inzwischen habe die Junta die Sperren und Überwachungen noch verschärft und auch Mobilfunkfrequenzen blockiert.
Die birmanischen Journalisten und Augenzeugen müssten deshalb immer neue Tricks anwenden, um die Maßnahmen des Regimes im Internet zu überwinden, so Evers. In manchen Fällen würden die Bilder über die Grenze geschmuggelt und erst von dort aus über das Internet verschickt, was natürlich länger dauere.Doch auch wenn die Bedingungen schwieriger werden, so scheint es den Generälen nicht zu gelingen, die Flut der wackligen Bilder zu stoppen. Nach Ansicht von Experten hatten sie die Macht des Internets einfach unterschätzt.

BLOGS
Ein empfehlenswerter Ticker aus der Blogosphäre Der Spiegelfechter

Hoffen wir, dass die so unglaublich couragierten Mönche und Bürger durchhalten, und zu mehr als verdienten Veränderungen kommen. Hoffen wir, dass der Druck der international community doch noch etwas bewegen kann. Hoffen wir, dass die Nachrichten aus Myanmar weitergehen, über welchen Kanal auch immer.

Über .kroski

Was bewegt mich? ".kroski" widmet sich der Auseinandersetzung Christentum kontra Humanismus. Diese ist mittlerweile zum bedeutsamsten Kulturkampf in unserer Gesellschaft geworden: Atheisten, Humanisten und Naturalisten treten immer schärfer gegen jede Form von Religion auf, und die Kirchen wehren sich zunehmend dagegen. Es geht also weniger um unsere christlichen Positionen in der Auseinandersetzung mit Islam und Judentum. Vielmehr ist es die Konfrontation zwischen dem "evolutionären" Humanismus einerseits und den Kirchen andererseits, die unsere Kinder beschäftigen wird. Da möchte ich meinen kleinen Teil dazu beitragen, christliche Werte glaubwürdig zu vertreten. Grüße aus einem spannenden Leben, .kroski

Veröffentlicht am 2. Oktober, 2007 in Bilder, Europa, Geschichte, Gesellschaft, Medien, Menschen, Menschenrechte, Nachrichten, Politik, Religion und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. Lieber Junior_de_Luxe,
    vielen Dank für diese fundierte & d´taillierte Übersicht.

    Morgen will ich mich an der ‚Aktion „Free Burma!“‚ beteiligen,
    mal sehen, wie viele Millionen (…) Blogs der internationalen
    und solidarisch-kritischen ‚Bloggosphäre‘ … dem Regime eine
    rote Karte zeigen oder vielmehr den Bürgerrechtlern einen
    herzlich-rotfgefärbten Gruß.

    Jacques Auvergne (Düsseldorf am Rhein)
    statt _jizya-dem-sultan.blogspot nun auch unter
    http://saegefisch.wordpress.com/

  2. wunderbar, jacques, was immer wir aus der ferne machen können, sollten wir versuchen. es wird mehr sein als der empörte flügelschlag eines miteleuropäischen schmetterlings, und selbst der ist in burma zu spüren…

  1. Pingback: Burma: Junta verteidigt Gewalt gegen Mönche « .bewegendes

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