Sind linke Politiker und Intellektuelle beschränkt? Die Frage zur aktuellen Politik und 68er Debatte.

„Umfragewerte im Keller, der einstige Koalitionspartner abtrünnig – die Zeiten sind schwierig für SPD-Chef Kurt Beck. Derart in die Enge getrieben, sucht der Pfälzer nun sein Heil in der verbalen Offensive – gegen Schwarz, gegen Grün und gegen die „neoliberale Lehre“.“ (Spiegel online, weitere links siehe unten)

Ist die politische Linke den aktuellen politischen Herausforderungen nicht gewachsen? Wie führt die intellektuelle Linke die 68er Diskussion?

Vielleicht ist es ja nur der Beck. Jedenfalls wie beschränkt muss ein Spitzenpolitiker sein, der genau weiss, dass er bei der nächsten Wahl ohne das Bündnis Grüne gar nichts, aber auch rein gar nichts erreichen kann: Dieser Beck also ist nicht fähig, diese ärmliche Frustkritik niedrigeren Chargen zu übertragen, um dann souverän, klug und mässigend kommentieren zu können?!

Prodi in Italien schafft es, nach einer brutalen Abwahl Berlusconis die Jahrhundertchance der Sozialisten auf das Kläglichste zu vergeben. Nun können manche Kommentatoren den Italienern – ungerechterweise – eine „Es lebe der Duce!“ Moral zuweisen?!

Über den sozialistischen Kanzler Österreichs, Gusenbauer, lohnt es nicht, viele Worte zu verlieren: Er ist gar nicht vorhanden?!

Tja, da bleibt einzig Zapatero, die neue Lichtgestalt der Linken; er ist allerdings ein mehr als deutlicher Profiteur der Nachwehen der Diktatur: Gäbe es nicht diesen Reformstau und gesellschaftlichen Nachholbedarf, hätte seine Wiederwahl garantiert nicht stattgefunden?!

Klarer aktueller Befund: Die Rechten sind geistig schlapp, die Linken allerdings geistig tot.

Wie tot die intellektuelle Linke ist, sieht man an den Diskussionen zum Thema 68. Greifen wir Maybrit Illners Runde zum Thema 68 heraus: Da gelingt es einem Volker Kauder (CDU), eine Art Abziehbild des konservativen Politikertypus, die Runde mit seinem stakkatoartig vorgetragenen Leitsatz „Die 68er haben ihren Umgang mit dem Thema Gewalt bis heute nicht rechtfertigen können“ zu dominieren. Schon auf seiner Homepage ist dies eine seiner beiden persönlichen Leitlinien: „Zum anderen hat mich die 68er Bewegung – der Versuch, mit Gewalt etwas zu verändern – abgeschreckt.“ Klar also, dass Kauder sein Thema konsequent vorträgt. Was aber setzen linke Denker dagegen?

Wenn also 40 Jahre nach den Ereignissen die linken Diskutanten nicht einmal ansatzweise die gesellschaftlichen Beweggründe, wie beispielsweise das Auflehnen gegen eine intellektuell verlogene und materiell ausgerichtete internationale Nachkriegsgeneration, ansprechen können, dann muss man besorgt sein um diese Linke. Es ist demnach eine Linke, die sich allein auf die Schlagworte Gewalt, Totalitarismus und Scheitern festnageln lässt.

Beck schimpft…

Krawallrunde mit Crashtest-Dummies

Über .kroski

Was bewegt mich? ".kroski" widmet sich der Auseinandersetzung Christentum kontra Humanismus. Diese ist mittlerweile zum bedeutsamsten Kulturkampf in unserer Gesellschaft geworden: Atheisten, Humanisten und Naturalisten treten immer schärfer gegen jede Form von Religion auf, und die Kirchen wehren sich zunehmend dagegen. Es geht also weniger um unsere christlichen Positionen in der Auseinandersetzung mit Islam und Judentum. Vielmehr ist es die Konfrontation zwischen dem "evolutionären" Humanismus einerseits und den Kirchen andererseits, die unsere Kinder beschäftigen wird. Da möchte ich meinen kleinen Teil dazu beitragen, christliche Werte glaubwürdig zu vertreten. Grüße aus einem spannenden Leben, .kroski

Veröffentlicht am 23. April, 2008 in Aktuelles, Österreich, Deutschland, Politik und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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