Pfingsten – Hymnus an den Geist

taube-3 Lieben wir den Heiligen Geist? „Himmelwärts geht unser Leben, Abschied hier ist Ankunft dort, Ende hier ist Anfang dort, Erde hier ist Himmel dort.“ (R.M.Rilke) Mit oder ohne Rilke: Wir dürfen darauf vertrauen, dass unsere Gottesliebe erwidert wird.

Pfingsten als Initiation der Apostel, den Neuen Bund in die Welt zu tragen. Sie, die sich noch kurz zuvor ängstlich zurückgezogen haben, verlieren ihre Furcht, gehen hinaus und verkünden das Evagelium. Denn es ist das Wesen des Heiligen Geistes,

dass er sich nicht auf ein Volk oder eine Sprache begrenzen lässt. Er schenkt die Freiheit, die Enge der Kommunikation und die Enge des Ichs zu verlassen, in der Auferstehung aus den fest gefügten Strukturen bisherigen Lebens.

Prolog

Du unermesslicher und gnadenreicher Gott,
lass uns alle Deinen Heiligen Geist erfahren,
der uns die Freundschaft mit Deinem Sohn Jesus Christus verkündet.

Bitte an den einen Geist

Atme in mir,
Du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.

Treibe mich,
Du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue.

Locke mich,
Du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.

Stärke mich,
Du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte.

Behüte mich,
Du Heiliger Geist, dass ich Heiliges schenke,
Amen.

Für die Pfingsterweckung der Kirche

Geist Gottes,
der Du wie ein Sturmwind über die Apostel geweht bist
am Tag von Pfingsten –
und sie in alle vier Himmelsrichtungen ausgeschickt hast!

Geist Gottes,
der Du diese Männer von ihrer Angst und ihrer Ängstlichkeit befreit hast,
ihnen den Mut gegeben hast
das Evangelium zu Freunden und Feinden zu bringen!

Geist Gottes,
der Du dieser Urkirche Mut und Kreativität geschenkt hast,
neue Strukturen und eine Theologie zu entwickeln,
sich neuen Entwicklungen gegenüber zu öffnen,
die sie in den christologischen Glauben aufgenommen hat!

Wehe auch heute über Deine Kirche,
die auf der Suche nach einem Weg ist für die heutige Welt,
die noch zögert und Angst hat.
Gib ihr den Willen, den Wagemut und die Inspiration,
damit sie die Kraft hat sich wieder zu erneuern,
eine lebendige, eine brennende Kirche zu sein,
die von Deinem Geist erfüllt ist,
die im Sinne aller Kirchen den einen Gott verkündet,
denn die Welt wartet darauf!
Amen.

Glaube an den einen Geist

Ich glaube an den Heiligen Geist:

Ich glaube,
dass er meine Vorurteile abbauen kann,
dass er meine Gewohnheiten ändern kann,
dass er meine Gleichgültigkeit überwinden kann,
dass er mir Fantasie zur Liebe geben kann,
dass er mir Warnung vor dem Bösen geben kann,
dass er mir Mut für das Gute geben kann,
dass er meine Traurigkeit besiegen kann,
dass er mir Liebe zu Gottes Wort geben kann,
dass er mir Minderwertigkeitsgefühle nehmen kann,
dass er mir Kraft in meinem Leben schenken kann,
dass er mir eine(n) Bruder/ Schwester zur Seite geben kann,
dass er mein Wesen durchdringen kann.

Ich glaube an den Heiligen Geist!

(Quellen: Frei nach Texten aus verschiedenen österreichischen Diözesen und Pfarren; Glaube an den Geist: Günther Weber, Gottes Geist in dieser Welt, Wien 1976)

Bild: Pfarrer Michael Sonnenstatter, Scherneck

Über .kroski

Was bewegt mich? ".kroski" widmet sich der Auseinandersetzung Christentum kontra Humanismus. Diese ist mittlerweile zum bedeutsamsten Kulturkampf in unserer Gesellschaft geworden: Atheisten, Humanisten und Naturalisten treten immer schärfer gegen jede Form von Religion auf, und die Kirchen wehren sich zunehmend dagegen. Es geht also weniger um unsere christlichen Positionen in der Auseinandersetzung mit Islam und Judentum. Vielmehr ist es die Konfrontation zwischen dem "evolutionären" Humanismus einerseits und den Kirchen andererseits, die unsere Kinder beschäftigen wird. Da möchte ich meinen kleinen Teil dazu beitragen, christliche Werte glaubwürdig zu vertreten. Grüße aus einem spannenden Leben, .kroski

Veröffentlicht am 9. Mai, 2008 in Christentum, Gebete, Pfingsten und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Hallo,

    wo steht denn der Text bei Rilke? In meiner Ausgabe finde ich ihn nicht.

    Danke schon mal.

    Chris

  2. @Chris

    Danke für dein Nachfragen: Meine Zitierung geht auf einen Text von Hildegard Nies zurück, die Christian Morgenstern und R.M.Rilke zitiert: Wie du richtig erkannt hast, stammen ausgerechnet die zitierten Zeilen nicht von Rilke!
    Tut mir natürlich leid.

    Andererseits – und das war mir wichtig – passen diese Verse besonders gut zu Pfingsten und seinen Inhalten…

    Grüße,
    .kroski

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