serie kleine werkstätte: Sind Christen frei?

Der Satz kommt uns schnell von den Lippen: Als Christen sind wir sind freie Menschen.
Nichtgläubige und Wissenschaftler sehen das zumeist ganz anders.

Wissenschaftler, sofern sie einer wachsenden Gemeinde von Kollegen angehören, sehen die Willensfreiheit des Menschen (siehe u.a. Wolf Singer und den Wissenschaftsblog kamenin) generell äußerst eingeschränkt.  Ein wenig anders sieht es aus, wenn Nicholas Humphrey im Seed-Magazin über die aktuelle Forschung nachdenkt. Wobei die meisten Wissenschaftler heute über die angesprochene Christenfreiheit nur lächeln, wenn nicht spotten.

Und Nichtgläubige und Atheisten, mit denen ich auf meinem Blog des öfteren das Vergnügen habe, können…

mit den christlichen Werten Freiheit, Liebe und Gnade wenig bis gar nichts anfangen, und flüchten sich zumeist in das Reich der Polemik. (Schade eigentlich, denn damit ist oft das Ende des Diskurses vorgezeichnet.)

Was hat uns Paulus zu dieser „Entscheidungsfrage“ hinterlassen? „Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen!Galater 5 (EU) Dieser leidenschaftliche Appell des Apostels Paulus zur Wahrung der christlichen Freiheit steht am Ende des Briefes an die Galater.

Frei bist Du, bin ich – die meisten der Gläubigen wissen es intuitiv. Christen haben gegenüber ihrer Freiheit eine an Gewissheit grenzende Überzeugung.  An dieser Stelle kommt gerne der Einwand: Wie können Christen von Freiheit sprechen, wenn sie doch an biblische Gesetze, den Gehorsam gegenüber Gott und die guten Werke für das ewige Leben geknebelt sind?

Das ist wohl das eklatanteste Missverständnis gegenüber dem christlichen Glauben.

Gehorsam gegenüber Gott?

Ich bezeichne es als eine Verpflichtung, als eine in Freiheit getroffene Zusage, die ich mit Freude wahrnehmen kann, denn was könnte es Erfüllenderes geben, als sich einem Schöpfer zu verpflichten, der seinen Sohn für den neuen Bund unter uns leben und sterben ließ, und uns durch die Gottesmutter Maria gezeigt hat, dass Menschen das ewige Leben erleben dürfen? Eine Verpflichtung (im Unterschied zum Gehorsam) gibt mir die Möglichkeit, für oder wider meinen Gott zu handeln; das nenne ich Freiheit; eine Handlungsfreiheit, der im übrigen von Atheisten und Naturalisten nicht grundsätzlich widersprochen wird.

Wie sieht es bei unseren nichtgläubigen Mitmenschen aus? Können sie grenzenlose Freiheiten reklamieren? Zwei Gründe sprechen dagegen: Zum ersten haben Nichtgläubige (genauso wie Christen) Verpflichtungen gegenüber Mitmenschen, der Natur, den Menschenrechten: Es liegt in ihrer Freiheit, diese Verantwortungen wahrzunehmen oder auch nicht. Zum zweiten macht es ausgerechnet die Wissenschaft den Naturalisten und Humanisten schwer, denn wie eingangs erwähnt, sorgen Wolf Singer & Co dafür, dass der Begriff der Willensfreiheit eine an allen möglichen Ecken und Enden beschnittene Realität der Freiheit meint.

Der moderne Humanismus (nach Schmidt-Salomon) spricht gar von Zwängen. „Menschen, die sich dem Humanen verpflichtet fühlen, haben gar keine andere Wahl, als sich möglichst radikal von den bestehenden, heteronomen, von Freiheitsfloskeln überdeckten Denk- und Handlungszwängen zu befreien. Sie sind zu einer besonderen Freiheit verurteilt. Einer Freiheit, die auch ein Zwang ist, und zwar ein Zwang zu autonomer Humanität. Wer von diesem inneren Zwang betroffen ist, der mag als AussenseiterIn belächelt werden, weil er/sie – wie Don Quixote – gegen Windmühlen anrennt. Aber das macht wenig aus, denn er/sie kann nicht anders, als sich unter gewalttätigen Verhältnissen querzustellen. Menschen dieses Schlags können nicht einfach mitmachen da, wo andere bedenkenlos mitmachen, sie müssen versuchen, die Alternative zu leben. Sie sind damit aber nicht freiere Menschen, wie oft formuliert wird, sie folgen nur anderen Zwängen.“

Unter dem Joch der Bibel? Egomania für das ewige Leben?

Paulus arbeitet in seinen Briefen immer wieder mit großer Vehemenz heraus: Wer der Tora (heute: der Bibel) dem Buchstaben nach folgt, muss das ganze Gesetz halten und erwartet von ihm die Gerechtigkeit. Damit hat er sich von Christus (dem einzigen Garanten der Gerechtigkeit) abgewandt und fällt aus der Gnade. Erinnern wir uns an Jesus, wie oft er die Schriftgelehrten zurechtgewiesen hat! Es kann also unter gar keinen Umständen so sein, das Christen unter der Knechtschaft des Bibelwortes stehen.

Noch etwas betont Paulus als unmißverständliche Botschaft. Wer glaubt, das ewige Leben durch gute Werke, also aus Fleiß und Gehorsam, erreichen zu können, ist zum Scheitern verurteilt. Ganz klar und punktum. Ein Joch der Bibel… gibt es nicht. Eine Christen-Egomania in Richtung ewiges Leben… ist sinnlos.

Das Reizwort Gnade

Wer sich von Christus abwendet, fällt aus der Gnade, hat seine freie Entscheidung gegen Gott getroffen. Wer sich von den Mitmenschen (den Nächsten und mit Michael Schmidt-Salomon vergessen wir auch nicht die Fernsten) abwendet, wendet sich ebenfalls von Gott ab, kann keine Gnade erwarten. Jetzt wird es noch komplexer, das Stichwort Gnade ist gefallen! Übrigens ein absolutes Reizwort für Nichtgläubige („Gnade ist unverdient, daher ist Gnade ungerecht!“ ).

Aber der Reihe nach. Der Mensch ist (unabhängig davon ob wir Anhänger der Schöpfungslehre oder der EVT [Evolutionstheorie] sind) mit der einzigartigen Fähigkeit des Selbstbewusstseins und der Antizipation (hmm, ich sollte für die Rente sparen) ausgestattet. Wir können also Entscheidungen treffen, zu sparen oder nicht zu sparen, Mitmenschen zu helfen oder nicht zu helfen, zu töten (leider) oder nicht zu töten.

Die Summe der von uns getroffenen Entscheidungen (wiederum unabhängig davon, ob wir durch die Brille der EVT oder der Schöpfungslehre blicken) wird nie gerecht und vollkommen sein.

Jetzt spätestens scheiden sich die Geister. Christen erkennen einen vollkommenen Gott der Liebe, der uns dazu berufen hat, ihm nachzufolgen. Der uns ein unendliches Geschenk der Liebe in Gestalt und Geist seines Sohnes Jesus Christus gegeben hat. Der dem Apostel Paulus eine ganz außerordentliche Gnade geschenkt hat, in Form einer Gottesoffenbahrung und einer dramatischen Umkehr.

War es nicht Paulus, der Christen bis aufs Blut verfolgt hatte? Wie ist diese Entwicklung nur möglich?

Paulus ist ursprünglich konsequent den Buchstaben der Tora gefolgt, und sah sich deshalb gezwungen die „der Tora untreuen Christen“ knüppelhart zu verfolgen. Es waren vielleicht die Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit, die Paulus an den Tag legte, die ihn für diese Gnade Gottes vorbereitet haben. Tatsächlich, Paulus wurde nach seinem „Damaskuserlebnis“ zu dem Verkünder Jesu Christi schlechthin.

Ich gebe zu, lange mit einem Satz des Paulus gehadert zu haben.

Dank für die Berufung zum Apostel  1.Timotheus 1 (EU)
12 Ich danke dem, der mir Kraft gegeben hat: Christus Jesus, unserem Herrn. Er hat mich für treu gehalten und in seinen Dienst genommen, 13 obwohl ich ihn früher lästerte, verfolgte und verhöhnte. Aber ich habe Erbarmen gefunden, denn ich wusste in meinem Unglauben nicht, was ich tat. 14 So übergroß war die Gnade unseres Herrn, die mir in Christus Jesus den Glauben und die Liebe schenkte.

Heute sehe ich genau in diesem (heuchlerisch anmutenden) Satz die eigentliche Botschaft: Wir sind frei, also begehen wir immer wieder Fehler und Verbrechen. Unsere begrenzte Erkenntnis einerseits und unsere große Handlungsfreiheit andererseits machen es unmöglich: Umfassend gerechtes Denken, Handeln und Urteilen ist dem Menschen nicht möglich, außer…

…außer, wir Menschen handeln in Freiheit und Liebe, fehler- und frevelhaft wie wir auch sind, und wissen schlussendlich um die Gnade, die wir unverdientermaßen, aber gerechterweise (!) , erwarten dürfen.

Wie sieht Paulus die Ausgangssituation des Menschen?

„Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen!“Galater 5 (EU)

Was ist die Gerechtigkeit des Handelns nach Paulus?

„Wir aber erwarten die erhoffte Gerechtigkeit kraft des Geistes und aufgrund des Glaubens. Denn in Christus Jesus kommt es nicht darauf an, jedes Toragesetz zu halten, sondern darauf, den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam ist.“Galater 5 (EU)

Was dürfen wir nach Paulus erwarten?

„Die Sünde soll nicht über euch herrschen; denn ihr steht nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade.“ Römer 6 (EU)

Braucht es Freiheit, wenn es keine Gnade gibt? Eine gnadenlose Freiheit? Diese zugespitzte Formulierung lässt es erahnen: Gerade weil wir große Freiheit haben, kann nur göttliche Gnade eine wahre (menschenunabhängige) Gerechtigkeit schaffen. Oder aus dem Blickwinkel der Gnade: Dürfen wir sie doch erst erhoffen, weil wir in unserem freien Handeln oft keine Gerechtigkeit schaffen.

Braucht es Liebe, wenn es keine Gnade gibt? Die Liebe zu Gott, zu den Menschen und zur Gerechtigkeit braucht es immer, das ist offensichtlich. Aber selbst in der Liebe, die durch den Glauben wirksam wird, die durch die Kirche getragen wird, geschieht auch fehlerhaftes und schreckliches (von der Christenverfolgung des Paulus bis zur Ausgrenzung Schwuler und Lesben in vielen Kirchen, um nur zwei Beispiele herauszugreifen). Was wäre unsere menschliche Liebe, die nie vollkommen sein wird, ohne die göttliche Gnade?

Braucht es Gnade, wenn es keine Freiheit gibt? Wir könnten doch alles wissenschaftlich und rational zum Besten aller Menschen einrichten, auch wenn wir nicht „perfekt“ sind, ein hohes Mass an Gerechtigkeit müssten uns Wissenschaft und Humanismus doch erbringen können? Die von Gläubigen und Nichtgläubigen unbestrittenen Grenzen der Erkenntnis und des Handelns machen uns bewusst: Eine menschengerechte und über die Geschichte gültige Gerechtigkeit kann nur menschenunabhängig begründet sein, als Ausdruck göttlicher Liebe und Gnade.

Freiheit, Liebe und Gnade – meine persönlichen Favoriten in einer Gegenwart, die gerade an diesen drei Grundwerten besonders stark rüttelt, ohne überzeugendes entgegenzusetzen.

Bild: Ökumenisches Heiligenlexikon, frei (Gemeinfreiheit)

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siehe auch In der Nachfolge Jesu – Ein Paulusratgeber

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Du bist der Schöpfer, Herr.
Du bist die Wahrheit, der Schöpfer des Universums.
Du bist der Schöpfer, die Wahrheit und die Gnade für uns Menschen.

Gottvater, Dein Heiliger Geist sei bei uns Menschen, bei unseren Familien, bei unseren Freunden und Nächsten.

Bewahre uns vor den endlichen Gedanken, wir könnten allein aus eigener Kraft gerechte Werke für Dich und für andere tun.

Nur auf uns selbst gestellt bewirken wir nichts, schenke uns daher Kraft
– in unserer Freiheit
– für unsere Liebe
– in der Hoffnung auf Deine unendliche Gnade.

Du bist die Freiheit und die Liebe und die Gnade in Ewigkeit.
Amen.

Über .kroski

Was bewegt mich? ".kroski" widmet sich der Auseinandersetzung Christentum kontra Humanismus. Diese ist mittlerweile zum bedeutsamsten Kulturkampf in unserer Gesellschaft geworden: Atheisten, Humanisten und Naturalisten treten immer schärfer gegen jede Form von Religion auf, und die Kirchen wehren sich zunehmend dagegen. Es geht also weniger um unsere christlichen Positionen in der Auseinandersetzung mit Islam und Judentum. Vielmehr ist es die Konfrontation zwischen dem "evolutionären" Humanismus einerseits und den Kirchen andererseits, die unsere Kinder beschäftigen wird. Da möchte ich meinen kleinen Teil dazu beitragen, christliche Werte glaubwürdig zu vertreten. Grüße aus einem spannenden Leben, .kroski

Veröffentlicht am 17. August, 2008 in Atheismus, Christen, Christentum, Ethik, Glaube, Humanismus, Theismus, Wissenschaft und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 11 Kommentare.

  1. Du bringst ja leider keine Definition Deiner Anschauung von Willensfreiheit, darum kann darunter jetzt jeder verstehen, was er will. Paulus scheint mir doch eher mit einem kompatibilistischen Modell von Christenfreiheit verträglich, was in letzter Konsequenz aber trotzdem keine Willensfreiheit im herkömmlichen Sinn bietet. Wenn es was anderes sein soll, hätte ich schon gerne eine Definition dafür.

    Was wäre unsere menschliche Liebe, die nie vollkommen sein wird, ohne die göttliche Gnade?

    Hmm… immer noch menschliche Liebe? Oder müsste man sagen Menschliche Liebe? Nicht edel und perfekt genug?

    Eine menschengerechte und über die Geschichte gültige Gerechtigkeit kann nur menschenunabhängig sein, als Ausdruck göttlicher Liebe und Gnade.

    „Könnte“, nicht kann.
    Allgemein macht ein frommer Wunsch das betreffende deshalb noch nicht existent.

  2. Salve!
    Ein schöner Beitrag! Da der Mensch weder allmächtig noch allwissend ist, wird er die Welt nicht zu dem machen können, was er gerne hätte, und selbst wenn er die Welt nach seinen Vorstellungen gestalten könnte, wäre sie damit noch lange nicht gut. Das zu erkennen wäre ein erster Schritt. Zu erkennen, das wir das Gute brauchen und das es nicht von dieser Welt ist, wäre ein zweiter, die Taufe ein dritter.
    Vale!
    Tiberius

  3. @Tiberius
    Ich danke Dir für das Lesen der bescheidenen Anstrengungen, mir ein tragfähiges Glaubensgebäude zu erarbeiten…

    „..selbst wenn er (der Mensch) die Welt nach seinen Vorstellungen gestalten könnte, wäre sie damit noch lange nicht gut. Das zu erkennen wäre ein erster Schritt. Zu erkennen, das wir das Gute brauchen und das es nicht von dieser Welt ist, ein zweiter…“

    Da sprechen wir doch diesselbe Sprache!
    Grüße,
    .kroski

  4. @kamenin
    Zunächst danke für das Lesen meines Beitrags und Deine Anmerkungen ;-)

    „Du bringst ja leider keine Definition Deiner Anschauung von Willensfreiheit, darum kann darunter jetzt jeder verstehen, was er will. Paulus scheint mir doch eher mit einem kompatibilistischen Modell von Christenfreiheit verträglich, was in letzter Konsequenz aber trotzdem keine Willensfreiheit im herkömmlichen Sinn bietet. Wenn es was anderes sein soll, hätte ich schon gerne eine Definition dafür.“

    Darf ich Dich mit Ausagen aus Deinen eigenen Kommentaren konfrontieren?

    „Niemand bestreitet, dass der Mensch als Gesamtheit über so etwas wie Freiheit verfügt, sich im Fehlen äußeren Zwanges für das eine oder andere zu entscheiden.„

    „Ich habe keine Probleme mit Gehirn/Mensch als autonomes, verantwortliches Wesen, das von außen nicht voll determiniert ist, weil es im ständigen Wechselspiel zwischen Umgebung, Kultur und Selbst ist. Von daher würde ich Freiheit als diese Nicht-Determinierung bezeichnen, […].“

    Ich denke, dass christliche Freiheit in dem von mir dargestellten Kontext in keinem Widerspruch zu Deinen Ausagen stehen. Bitte um Klarstellung, wenn Du das anders siehst.

    Nun zu Deiner Diagnose, Paulus sei mit einem kompatibilistischen Modell von Freiheit verträglich. Wenn ich dieses Modell halbwegs verstehe, geht es zunächst von einer Handlungsfreiheit des Menschen aus. So weit, so gut. Ob die Entscheidungen deterministisch längst festgelegt sind, spielt im kompatibilistischen Sinne keine Rolle, da der freie Wille die determinierte Zukunft nicht kennt. Für Kompatibilisten bedeutet die Freiheit des Willens letztlich also, nach Gründen zu handeln, die dem Handelnden nicht bewusst sind. Hier sehe ich deutliche Unverträglichkeiten; allerdings sollten wir konkrete Fallbeispiele im Bereich ethischer Entscheidungen ansehen, um die Auswirkungen bloßzulegen.

    Determinismus ist nicht meine Sicht der Dinge. Dabei bin ich mir bewusst, dass es bei Paulus Formulierungen gibt, die für Theologen Anlass gaben, die Prädestinationslehre aufzustellen. Für mich sind diese Stellen für eine derartige Lehre nicht schlüssig genug; ich sehe sie eher als einen der vielen Hinweise, dass der christliche Gott für den Menschen nur äusserst unzureichend beschreibbar und erklärbar ist: Warum und wie sollte eine Schöpfergott, wie ich ihn immer wieder zu „erkennen“ meine, nach menschlich-naturwissenschaftlichen Methoden in den Griff zu bekommen sein? Das ist geradezu absurd. Von einem Inkompatibilismus, der das Prinzip des Determinimus miteinschliesst, kann ich ebenfalls nicht ausgehen.

    Irgendwann kommt die Frage nach Allwissenheit und Allmacht des christlichen Gottes, oft in Zusammenhang mit dem „Problem“ der Theodizee gestellt. Wiederum kann ich (als sehr endlicher .kroski) nur sagen: Das Rätsel ist mit naturalistischen, wissenschaftlichen, logischen Methoden nicht wirklich zu lösen. Durch die Kreuzigung Christi ist, so eine von vielen Deutungen, neben der Allmacht auch die Ohnmacht Gottes deutlich geworden (gerade schüttelt es Dich, natürlich ein grausam-grässlicher Widerspruch in Deinen Augen). Zugleich wird die besondere Nähe Gottes zu den Menschen in der Passion beschrieben. Gott entäußert sich selbst und unterwirft sich menschlicher Grausamkeit, um zugleich eine Perspektive aufzuweisen, die in die Ewigkeit hineinragt.

    Wie wär’s mit Indeterminismus, kann als nächste Frage gestellt werden. Der Physiker fühlt sich jetzt angesprochen? Wir sind also beim Zufallskonzept und den eleganten Wahrscheinlichkeitstheoremen angelangt. „Die Ereignisse in unserem Universum erscheinen als Resultat von Zufallsprozessen mit bestimmten Wahrscheinlichkeitsverteilungen der Ergebnisse bei Wiederholungen von Prozessen gleichen Typs…“ Meister Zufall ist mein „Feind“, aber vielleicht muss er kein Todfeind sein. Warum sollten nicht gerade Zufallsprozesse auch eine gewisse (statistisch begrenzte) Rolle spielen, indem meine „vermeintlich willentlichen Handlungen“ zu neuen „weiterführenden“ ethischen Herausforderungen für mich führen?

    Bei all dieser „verwissenschaftlichten“ Sicht auf die Dinge wage ich doch einzuwerfen, dass manche der heute viel diskutierten Experimente (Libet…) vermutlich wenig bis gar nichts mit meinen christlich-ethischen Frage zu tun haben. Dazu ein Zitat aus dem Volkslexikon der Halbgebildeten (Wikipedia): „Hand- bzw. Fingerbewegungen sind als Ablauf im prozeduralen Gedächtnis gespeichert. Das heisst, Libets Ergebnisse können sich nur darauf beziehen…. Die Diskussion um die Willensfreiheit muss daher neu und anders geführt werden, wenn das Gehirn je nach Situation einen anderen Gedächtnisspeicher auswählt. Libets Experimente gelten nicht für das episodische Gedächtnis – denn für eine Handbewegung ist keine moralisch begründete Entscheidungsfindung notwendig.“

    Da komme ich doch abschliessend auf Nicholas Humphrey zurück, dessen Artikel Du ja nicht so sehr schätzt ;-)

    “The final challenge will be explaining the biological purpose of all this… Yet, how can this be if, as is widely assumed by theorists, the phenomenal richness of consciousness is of no practical value whatsoever?
    […] Yet I want to suggest the role of phenomenal consciousness may not be like this at all. Its role may not be to enable us to do something we could not do otherwise, but rather to encourage us to do something we would not do otherwise: to make us take an interest in things that otherwise would not interest us, or to mind things we otherwise would not mind, or to set ourselves goals we otherwise would not set.
    To test this idea we will need evidence as to how being phenomenally conscious changes our worldview: What beliefs and attitudes flow from it? What changes occur in the way conscious individuals think about who and what they are?
    […] Regrettably, this area of consciousness studies has been neglected by scientists (although artists have been involved with it since art began). I cannot claim to be more than an amateur myself. All the same, I will not hold back from telling you my own main conclusion from a lifetime’s interest in what consciousness does. I may shock you by what may seem the naivety of my conclusion (I’ve shocked myself): I think the plain and simple fact is that consciousness—on various levels—makes life more worth living.
    We like being phenomenally conscious. We like the world in which we’re phenomenally conscious. We like ourselves for being phenomenally conscious. And the resulting joie de vivre, the enchantment with the world we live in, and the enhanced sense of our own metaphysical importance have, in the course of evolutionary history, turned our lives around.

    Das menschliche Bewusstsein und die Möglichkeiten subjektiver Erlebnisinhalte darin, dass ist schon eher meine Welt. Verbunden mit einer ausreichenden Willensfreiheit, meine ethischen Entscheidungen und Handlungen bewusst und begründet durchführen zu können. Love and mercy will follow up.

  5. Wenn Christus und seine Jünger,
    Von der Freiheit eines Christenmenschen reden und schreiben in ihren,
    von ihnen gelebter und offenbarter Theologie des lebendigen Gottes,
    so meinten sie,
    Die Freiheit von den inneren und äußernen Sünden dieser Welt und des eigenen Fleisches mit seiner Habsucht, Besitzsucht, Lüsten und Begierden,
    denn darum ist Christus gekommen, auf dass die
    Menschheit frei wird so, wie der Mensch Adam und Eva, frei war, bevor er sündigte wider Gott.
    „Wen der Sohn Gottes frei macht, der ist recht frei“,sagt Christus

    Die Pharisäer mit ihren Schrift und Buchstabengelehrten,
    der damaligen Amtskirche in Jerusalem meinten,
    Christus würde sie von dem Joch der Besatzer, der weltlichen Macht Roms befreien,
    Doch sie irrten wie alle nachfolgende Pharisäer aller Religionen, Kirchen, Tempeln und Sekten, denen wir die Kreuzzüge, Kriege, Gewalt und Scheiterhaufen auf Erden zu verdanken haben, die gleich so im Geist der Welt und des Irrtums agieren.

    Wer darum durch Christus dem Stärkeren, wie Er sich selber bezeichnete,
    von dem inneren vergänglichen anmaßenden Geist des „Starken“
    erlöste und befreit ist, lebt in einer reichen und heiligen Verbindung,
    Vereinigung und Gemeinschaft mit Gott und Christus, und wird durch
    Den heiligen Geist getrieben, dieses oder jen es zu machen,
    Denn unser Glaube ist der Sieg, der die Welt und ihre Sünden überwunden hat,
    DAS ist FREIHEIT, die nicht mehr nach seinem Willen lebt und tut,
    Sondern nach Gottes Willen, der uns mit Geist, Wort, Kraft und Vollmacht begleitet
    auf Erden zur Vollkommenheit eines Christenmenschen vor Gott.
    Peter Sem.

  6. Kroski, so geht es,wenn man schneller sein will als Gott.
    Als ich vor wenigen Minuten,
    meinen letzten Kommentar angeschlossen habe.
    Da kam das Wort des Herrn und sprach von der Freiheit
    eines Christenmenschen:
    „Wer Sünde tut, ist der Sünde Knecht“!
    „Menschen, die Ketten der Sünde tragen, schweigen gewöhnlich“!
    Darum sehen wir kaum einen Menschen und bekenntnischristen auf Erden,
    sei es in unserer Stadt, sei es in unserem Ort und Dorf, oder sie es,
    auf der Arbeitsstelle, wo man in den Pausen,
    seine gemachten Erfahrungen mit Christus unserm Herrn,
    austauschen tut.
    Nicht das nachäffen von Bibelzitate,
    Nicht das nachplappern von den Erfahrungen Bücher und Schriften anderer,
    die sie vieleicht gemacht haben, sollen uns interessieren sagt Christus,
    SONDERN, die lebendigen und zum ewigen Leben führende, eigene Erfahrungen
    des wahren Christus, der HEUTE derselbe ist und aus dem Reich Gottes
    spricht und regiert die Seinen. ( Hebräerbrief Kapitel 12, 25
    Wenn darum Christus,
    das in mir offenbarende und lehrende Wort Gottes ist,
    warum sollte ich den anderen Menschen nachlaufen?
    Nur dort, wo man noch nichts von Christus weiß
    nach der wahren Theologie und Geist des lebendigen Gottes,
    da kommen Irrtümer und Zweifel an seinem eigenen
    „Glauben und Gemeinschaft mit Gott und seinem Christus auf“!

    Hast Du als Kind und Mensch auf Erden,
    In der täglichen Verbindung und Gemeinschaft mit Deinen Eltern,
    auch Irrtümer und Zweifeln an Deinen Eltern gehabt,
    Ich glaube NICHT?
    Christus lebt und ist Auferstanden,
    ER sucht die Verbindung, Vereinigung und Gemeinschaft
    mit allen Menschen, gleich was sie sind auf Erden und gleich,
    wieviel sie gesündigt haben auf Erden,
    Denn ER allein ist der wahre Erlöser und Erretter aller Menschen.
    Doch dieses Kommen zu Christus und alles weitere,
    muss mit allem ERNST vom Menschen betrieben werden.

  7. Hätte die katholische, anmaßende Kirche Roms, ehe sie sich zu einerr Religion mit der Mithilfe der weltlichen Mächt Roms hochstilisierte, die Ausrottung der ersten wahren Wiedergeburts- Christen und Propheten(Montanisten) betrieb in den Bergen Bhytinien-dem heutigen Türkei,diese Freiheit eines wahren Christenmenschen erkannt und selber danach gelebt wie Christus geboten hat,
    Dann wäre Europa heute viel weiter in der Aufklärung und weltlicher Wissenschaft,
    Aber so, ist die römsich-katholische Kirche wie alle die, von ihr abgefallenen und abgeguckten Religionen, Kirchen, Tempeln und Sekten in Deutschland, Europa und der Welt, ABGEFALLEN von Gott und von dem jugfräulichen Glauben, Vertrauen und Liebe Gottes und seinem Christus.
    1.Kein Mensch wird selig und in das Reich Gottes ein gehen,
    der sich zu dieser Religion bekennt und ihre religiöse Zauberei praktiziert, sagt Gott!
    2.Und Christus sagt:
    „Wenn ein Blinder, einen anderen Blinden leitet, so fallen sie beide in die Grube“!

    Sie hüten alle das selbsterrichtete Gehäuse“Gotteshaus“,
    In dem der wahre Geist Gottes und Christi, nie Fuß fassen konnte und das wahre Leben und heilige, gottgefällige Leben und Gemeinschaft offenbaren konnte,
    Darum ist Gott noch Christus gegenwärtig bei ihnen und längst ausgezogen und hat, die Flucht ergriffen über soviel Heuchelei, Lebens- Lüge, Notlüge, wie Abgötterei und religiöse Zauberei.
    Der große Abfall des Christentum,
    von dem Apostel Paulus den Thessalonicher schreibt
    Hat stattgefunden, als die Gemeinde und Kirche Roms,
    in Anmaßung und „Alleinvertretungsrecht“ aufgrund der weltlichen Macht Roms,
    gegenüber den Gemeinden in Jerusalem, Antiochien, Asien,Griechenland und
    Ägypten, im Jahre 312 n. C hr, sich überhob und:
    Das >ReligionsediktgleichgestelltKOSTENLOS und UMSONST< wie Christus allen Jüngern geboten hat.

  8. Die Tatsache, daß die heilige Mutter Kirche von allen Seiten kritisiert wird, heißt für mich nur, daß sie wahrhaft in der Mitte ist. Christus ist die Mitte. Sie ist der Fels, sie steht in der Nachfolge, sie geht den Weg der Wahrheit und des Lebens und sie – allein sie – wird von den Pforten der Hölle nicht überwältigt werden.
    Von einem Schaf aber läßt sich der Hirte nicht irre machen, auch von hunderten nicht. Er weidet seine Herde und er führt das verlorene Schaf auf den rechten Weg zurück. Kehren auch Sie in die Obhut der Kirche zurück. Es ist nie zu spät, um der eigenen Seele Heil vom Irrglauben zu lassen!

  9. Lieber Freund Tiberius,
    Deine Kirche mit Christus zu vergleichen, ist der reinste Götzendienst und Abgötterei!
    Ich will Dir nicht die Sünden der Vergangenheit und Geschichte Deiner Kirche
    Dir niederschreiben, die sie begangen hat in ihrer Anmaßung und Hochmut, doch nur das sollst Du wissen:
    Von dem wahren lebendigen Christus, hast Du keine Ahnung noch seinen Geist, und darum noch weniger, seine Gesinnung und Charakter, sonst würdest Du nicht solchen Geistlosen Unsinn herauslassen.
    Tue Buße vor Gott und bekehre Dich zu gott, wie Johannes der Täufer und Jesus Christus am Jordan gepredigt haben dem Volk Israel, dann reden wir weiter.

  10. Ich werde für Sie beten.

  11. Tiberius, mein lieber Freund,
    Bete für deine gewollte Unwissenheit oder
    für die Blindheit Deines Herzens,denn Du hast
    keine Ahnung von Gott und seinem Geist, noch weniger,
    Von seiner Ordnung in dem Reich Gottes.
    Ich verwehre Dir Deiner Glauben nicht,
    Doch den hat Gott unter dem Unglauben verschlossen,
    denn der natgürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes,
    Und wenn der natürliche Mensch, welcher ist ein ungeistiger Mensch,
    „Psychikos“ nach dem Urteil Gottes und griechischen Urtext der Bibel,
    dann vernimmt er auch nichts von Gott,
    Denn Gott ist Körperlos und Gott ist GEIST.
    Buße und Bekehrung ist das, was der Mensch tun muss,
    Himmelreich und Wiedergeburt, ist dann das, was Gott tut.
    Wünsche Dir erleuchtete Augen, und eine Portion Gehorsam,
    auf dass Du Dich und die Deinen selig machst.

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