„Mission“ Stauffenberg: Ich hasse Tom Cruise!?

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Graf Stauffenberg

Von 1939 an hatte Stauffenberg immer mehr Zweifel, ob er dem Hitlerregime weiter dienen soll. Und doch besteht kein Zweifel dass der Offizier Stauffenberg, ein intelligenter und attraktiver Mann, sich durch höchste Loyalität im Dienst auszeichnete.

1939 also wurde Stauffenberg gefragt, ob er an einem Attentat gegen Hitler teilnehmen wolle:


Ich bin noch nicht bereit
, soll seine Antwort gelautet haben.

Weitere Jahre der Nazikriege vernichten Millionen Leben und hinterlassen grausames Leid.

Wie bekannt ist, wurde der Oberst 1943 vom Geschehen aus Berlin nach Tunesien versetzt. Noch im selben Jahr wird Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg schwer verwundet, und kehrt zurück. Von der Ostfront kommende Berichte von Massakern an Juden könnten den letzten Anstoß für seine nun konkret werdenden Attentatspläne gegeben haben.

Der streng gläubige Katholik entschließt sich zur Tat. Sein Glaube gibt ihm die Möglichkeit, selbst bei seiner so ausgeprägten Loyalität im Dienst, an eine andere „Autorität“ als den Führer zu glauben: Spät aber doch soll die Operation Walküre den Wahnsinn des Krieges und der Judenvernichtung stoppen.

Claus Graf Schenk von Stauffenberg: Ein Mann, der Karriere und Familie liebt, lange dem Regime dient, zunächst antisemitisch denkt und handelt, erweist sich letztlich als Mensch mit Rückgrat: Ich bezweifle, dass er den Schritt zur Operation Walküre ohne seinen Glauben geschafft hätte.

Tom Cruise: Ein Mann, der seine Karriere liebt, und sich bei all seiner (materiellen) Unabhängigkeit mit Haut und Haaren einer krankhaften Sekte  verschreibt, die erst vor kurzem in Berlin ihren protzigen Prestigebau als „Europazentrale“ errichtet hat…

PS: Fällt eigentlich niemandem auf, dass dieses Hollywood-Machwerk ganz besonders der deutschen Scientology-Bewegung das perfekte Instrument in die Hand gibt?
Denn hier „kämpft der prominenteste Scientologe gegen ein totalitäres Regime“… Wenn also der große und reiche T.C. dieses perfekte, friedensorientierte Vorbild abgibt, wer könnte dann noch Skrupel haben, Seite an Seite mit Scientology für das neue „Gute“ zu stehen???

PS II: Natürlich hasse ich T.C. nicht. Er ist mir gleichgültig. Wofür er sich engagiert, das läßt mich allerdings nicht kalt…

Über .kroski

Was bewegt mich? ".kroski" widmet sich der Auseinandersetzung Christentum kontra Humanismus. Diese ist mittlerweile zum bedeutsamsten Kulturkampf in unserer Gesellschaft geworden: Atheisten, Humanisten und Naturalisten treten immer schärfer gegen jede Form von Religion auf, und die Kirchen wehren sich zunehmend dagegen. Es geht also weniger um unsere christlichen Positionen in der Auseinandersetzung mit Islam und Judentum. Vielmehr ist es die Konfrontation zwischen dem "evolutionären" Humanismus einerseits und den Kirchen andererseits, die unsere Kinder beschäftigen wird. Da möchte ich meinen kleinen Teil dazu beitragen, christliche Werte glaubwürdig zu vertreten. Grüße aus einem spannenden Leben, .kroski

Veröffentlicht am 23. Januar, 2009 in Aktuelles, Christentum, Geschichte, Menschenrechte und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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