serie kleine werkstätte: Bibelstellen 2008

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Bibelstellen 2008

Wie schon im Jahr zuvor halte ich kurz einige Bibelstellen und andere Zitate fest, die ich 2008 gezogen habe.

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GK Loretto, 2008:

„Unruhig ist unser Herz bis es ruht in Dir.“  (Hl. Augustinus)

Der heilige Augustinus soll also mein Jahresheiliger sein; nicht gerade eine leichte Wahl! Wobei mir das zitierte Wort des Augustinus Klarheit und Trost bedeutet: Dieses Leben beinhaltet kein Paradies, wohl aber den Ausblick auf den Himmel. – Rückblickend auf das Jahr muss ich festhalten, das ich mit dem Lesen der „Bekenntnisse“ nicht sehr weit gekommen bin…

Vielleicht aber hatte ich die Beschäftigung mit Augustinus schon 2007 vorweggenommen. Unmittelbar vor dem Papstbesuch in Mariazell (September 2007) hatte ich im angesprochenen Buch des Heiligen die Auspizien einzuholen ; – )  versucht, und bin dabei auf folgende Stelle gestoßen:

Hierdurch gemahnt, zu mir selbst zurückzukehren, trat ich ein in mein Innerstes unter deiner Führung, und ich vermochte es, denn du standest mir helfend zur Seite. Ich trat ein und sah, so schwach auch das Auge meiner Seele noch war, über diesem meinem Seelenauge, über meinem Geiste ein unwandelbares Licht. Es war nicht dies gemeine und jedem Fleisch sichtbare, auch nicht, als wenn es größer wäre, jedoch von derselben Art und weit, weit heller noch erglänzend, alles mit seiner Strahlenmacht erfüllend. Nein, nicht so war es, sondern anders, ganz anders und gewaltig von alledem unterschieden. Auch war es nicht also über meinem Geiste wie das Öl über dem Wasser, auch nicht wie der Himmel über der Erde, sondern weit erhabener, weil es mich selbst schuf, und ich weit tiefer, weil ich sein Geschöpf war.

Wer die Wahrheit kennt, der kennt es, und wer es kennt, der kennt auch die Ewigkeit, die Liebe kennt er. O ewige Wahrheit und wahre Liebe und liebe Ewigkeit, du bist mein Gott und Tag und Nacht seufze ich zu dir. Und da ich dich zum ersten Mal erkannte, zogst du mich an dich heran, auf dass ich sähe, es sei wahrhaftig, was ich sehen könnte, ich aber sei noch nicht imstande zu sehen. Mit Macht drangen deine Strahlen auf mich ein, da du mächtig über mir strahltest, und ich bebte vor Liebe und Schauer, und ich fand, dass ich weit entfernt sei von dir im Abstand meiner Unähnlichkeit; da war mir’s, als hörte ich deine Stimme aus der Höhe, die spräche: Ich bin eine Speise der Starken; wachse und du wirst mich genießen. Nicht wirst du mich in dich wandeln, gleich der Speise deines Fleisches, du wirst gewandelt werden in mich.

Und ich erkannte, wie du den Menschen züchtigst um der Sünde, und wie du gleich einem zerstörten Spinngewebe meine Seele verschrumpfen ließest, und ich sprach: Ist denn die Wahrheit nichts, weil sie sich weder durch den endlichen noch durch den unendlichen Raum dehnt? Und du riefst mir aus der Ferne: Ja, sie ist – Ich bin, der ich bin. Da hörte ich, wie man hört mit dem Herzen, und der Zweifel wich von mir gänzlich. Eher hätte ich daran gezweifelt, dass ich lebe als dass es Wahrheit gibt, die an den Werken der Schöpfung erkannt und ersehen wird.

Was für eine kraftvolle Gottesschau! Verbunden mit der Erkenntnis, dass man sich bewusst führen läßt – und dass einem geholfen wird, dass Gott uns schließlich zu sich zieht!

Einzig die Aussage „Ich bin eine Speise der Starken“ will ich nicht so einfach annehmen; für mich ist Gott, mehr noch Christus eine Speise der Schwachen, dieses Denken will ich nicht verlassen. „Wachse und du wirst mich genießen“ heißt es weiter, und das kann ich derart annehmen, dass wir zum Wachsen (im Sinne von öffnen und lieben) aufgerufen sind, und in der Gnade Gottes eines Tages Ihn schauen dürfen.

Jedenfalls hat mir die Textstelle Mut gemacht, und ich bin „mit gutem Geist“ nach Mariazell gepilgert, wo ich von der Tiefe und Schönheit der Papstpredigt tatsächlich berührt wurde. Meine Frau sagt noch heute, die Strahlen hätten mich an diesem Tag berührt.

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Kirchberg, 2008:

„Der Herr ist dir gnädig, wenn du um Hilfe schreist; er wird dir antworten, sobald er dich hört.“ (Jes 30,19)

Das ist eine verblüffend schöne Fügung, denn 2007 hatte ich Jes 30,18 gezogen… also eine verstärkte Tröstung. Danke!

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Kirchberg, 2008:

„Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, dann ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen.“  (Mt 12,28 )

Diese Stelle ist nicht unmittelbar verständlich, aber im Zusammenhang gelesen bedeutet es wohl: Das Reich Gottes – in Person Jesu Christi – ist bereits zu uns gekommmen, wie sonst könnten die Dämonen durch den Geist Gottes ausgetrieben werden. Danke, Jesus von Nazareth, und danke Gottvater, für deine übergroße Gnade!

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Kirchberg, 2008:

Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr. Er ist für mich zum Retter geworden. (Jes 12,2b)

Für mich ist der Prophet Jesaja der Mann der Tröstungen – Dankbarkeit erfüllt mich, wenn ich diese Stelle lese!

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Kirchberg, 2008:

„Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.“ (Mt 10,39)

Was für ein Anspruch! Das Leben um seinetwillen verlieren… gehen wir besser einen Schritt zurück: Aus meiner Sicht ist (für mich) eine kleine und möglichst demütige Nachfolge angesagt, um wenigstens mit kleinen Beiträgen am großen Sühnewerk des Gottessohnes Jesu mitzuwirken.

Jesus, mein Herr: Erbarme Dich meiner.
Jesus, mein Herr: Erbarme Dich unser. Amen.

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Über .kroski

Was bewegt mich? ".kroski" widmet sich der Auseinandersetzung Christentum kontra Humanismus. Diese ist mittlerweile zum bedeutsamsten Kulturkampf in unserer Gesellschaft geworden: Atheisten, Humanisten und Naturalisten treten immer schärfer gegen jede Form von Religion auf, und die Kirchen wehren sich zunehmend dagegen. Es geht also weniger um unsere christlichen Positionen in der Auseinandersetzung mit Islam und Judentum. Vielmehr ist es die Konfrontation zwischen dem "evolutionären" Humanismus einerseits und den Kirchen andererseits, die unsere Kinder beschäftigen wird. Da möchte ich meinen kleinen Teil dazu beitragen, christliche Werte glaubwürdig zu vertreten. Grüße aus einem spannenden Leben, .kroski

Veröffentlicht am 28. Januar, 2009, in Bibel, Christentum, Glaube. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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