Bio-Lehrer zweifeln an Evolutionstheorie

Für zwei Studien ließ er mehr als 1000 Lehramtsstudenten im ersten Semester befragen. Das Ergebnis: Jeder Achte zweifelt an Darwins Evolutionslehre, der wichtigsten Theorie der Biologie. Dittmar Graf bildet seit 1992 Bio- Lehrer aus. Er ist Professor an der TU Dortmund und Sprecher der Biologie- Didaktiker in Nordrhein- Westfalen.

Na bravo, rufe ich den Naturalisten und Atheisten unter den Evolutionstheorie-Verfechtern zu. Das tue ich ohne jede Häme, was hätte ich davon?

Meine Vorstellung (als aktiv gläubiger Christ) ist, dass möglichst jedes Mitglied unserer Gesellschaft wissenschaftliches Arbeiten verstehen und schätzen lernt. Die Studie zeigt nun, dass hier zum Teil religiöse Werthaltungen Wirkung zeigen, und dass  losgelöst von religiösen Faktoren (jetzt kommt’s )…

…ein großes,  grundsätzliches Unverständnis wissenschaftlicher Arbeit existiert.

Wie bitte? In dieser technik- und wissensorientierten Gesellschaft Mitteleuropas gibt es 15% der künftigen Biologielehrer, die wissenschaftliches Arbeiten nicht verstehen? Auf diesen Punkt bringt es die Studie, laut Interview in Spiegel Online:

„Zwar hängen religiöse Überzeugung und Evolutionsskepsis zusammen. Aber viel stärker wirkt sich ein naives Wissenschaftsbild aus. Knapp 15 Prozent der befragten Erstsemester haben keine Ahnung, wie Wissenschaft funktioniert.“

Genauso sieht es aus. Und jetzt kommt doch ein wenig Häme durch: Vieleicht sollten sich Brights & Co etwas mehr mit diesen Fragen befassen, als gläubigen Menschen mit dem Vorurteil zu begegnen, sie würden wissenschaftliches Denken ablehnen und seien von vorneherein indoktrinierte, autoritätsgläubige Minderwesen dieses Planeten. Ich weiß wovon ich spreche, denn ab und an besuche ich unterhaltsame Seiten der Kategorie Brights, wo man gerne mit diesen proletarischen Vokabeln beworfen wird.

Die Wirklichkeit in meiner persönlichen Wahrnehmung sieht ganz anders aus:

Atheisten und Evolutionstheorie-Verfechter bekämpfen Religionen und deren Anhänger unter den Deckmäntelchen Darwinismus &  Humanismus deswegen auf so aggressive Weise, weil sie wider besseres Wissen davon ausgehen, ein aufgeklärtes Wissenschaftsverständnis und ein aktives Glaubensleben seien unvereinbar.

Diese vorurteilsbeladene Einschätzung religiöser Menschen, Familien und Strukuren ist genau der Ursumpf, aus dem durchaus anerkannte Wissenschaftler wie Richard Dawkins und Michael Schmidt-Salomon ihre politischen Humanismus-Manifeste zusammenbrauen.

Traurig, aber dies gilt es zu durchschauen, um überhaupt zu begreifen, welch aggressive Maschinerie in den letzten Jahren in Form verschiedener humanistischer Manifeste in Gang gesetzt wurde.

Zum gottlosen Humanismus in 12 einfachen Schritten

Atheismus und der gottlose Humanismus

Über .kroski

Was bewegt mich? ".kroski" widmet sich der Auseinandersetzung Christentum kontra Humanismus. Diese ist mittlerweile zum bedeutsamsten Kulturkampf in unserer Gesellschaft geworden: Atheisten, Humanisten und Naturalisten treten immer schärfer gegen jede Form von Religion auf, und die Kirchen wehren sich zunehmend dagegen. Es geht also weniger um unsere christlichen Positionen in der Auseinandersetzung mit Islam und Judentum. Vielmehr ist es die Konfrontation zwischen dem "evolutionären" Humanismus einerseits und den Kirchen andererseits, die unsere Kinder beschäftigen wird. Da möchte ich meinen kleinen Teil dazu beitragen, christliche Werte glaubwürdig zu vertreten. Grüße aus einem spannenden Leben, .kroski

Veröffentlicht am 20. Februar, 2009 in Agnostizismus, Aktuelles, Atheismus, Erziehung, Evolution, Gesellschaft, Kirche, Naturalismus, Wissenschaft und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. Manno Mann kroski,
    lernen wir doch wirklich erst einmal vor der eigenen Tür kehren!
    Wie können wir die Missstände in der Kirche beseitigen, wenn Leute wie Du noch nicht einmal das Unrecht, was durch falsch verstandene Autoritätsgläubigkeit gesehen wird. Ganz zu schweigen von der Überlegung, wie wir es bremsen und verhindern können.
    „Selbsterkenntnis ist der erste Weg zu Besserung!“ Im Himmel ist mehr Freude über einen Sünder der Buße tut als über 99 Gerechte, die der Buße nicht bedürfen. Wann fängst Du an, dem Himmel diese Freude zu machen?
    Dies bedarf des Mutes zu der eigenen Hilf- und Ratlosigkeit.
    Diese Orientierungslosigkeit hat ihre Ursache darin, dass den Menschen das Natürliche und damit das Göttliche genommen wurde.

  2. ok, kroski,
    es sind die Vorurteile, die einem Ein-verständnis im Wege stehen.

    Doch sind es nur die Vorurteile der Naturalisten bzw. heute Brights, die davon ausgehen, dass die Lehre von den logischen Mechanismen der Evolution den christlichen Glauben bzw. Theismus ausschließen und damit aus Darwins Lehre bisher nur Sozialdarwinistische Thesen oder Egoimsus begründeten?

    Oder sind es vorweg die Vorurteile der „Gläubigen“, die verhindern, in der wissenschaftlich beschriebenen Grammatik allen Lebensflusses das ewige lebendige „schöpferische Wort“ zu verstehen, über das es nach monotheisitischer und auch christlicher Lehre nichts über einen mystischen bzw. völlig vermenschlichten Gottesbegriff zu sagen gibt?

  3. Gerade habe ich gelernt, dass es im jüdischen Glauben eigentlich nicht um eine Gottesgestalt ging, die zu beweisen wäre, sondern um das ewige Wort, das dem Leben der Gemeinsacht Sinn gibt, die gemeinsame Geschichte bestimmt.

    Und verstanden sich die Christen nicht als wahre Juden?
    Warum versuchen wir krampfhaft, einen jungen Guru neben eine geheimnisvolle Gottesgestalt zu stellen, die dann beide im modernen Weltbild nichts zu sagen haben?

    Warum die Evolutionslehre nicht die zeitgemäße Erklärung einer nun weltgemeinsamen Geschichte sein, die dem Leben einen logischen Sinn gibt?

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