Archiv der Kategorie: Leben

Atheismus und der gottlose Humanismus

Im Jahr 1933, als das I. Humanistische Manifest entstand, wurde mein Vater geboren. Etwa ein viertel Jahrhundert konnte er nur seine Interessen, Werte und seine Würde leben. Meine Geburt bedeutete (wie die Geburt jedes Kindes) eine grosse Veränderung, wobei er es mit den humanistischen Prinzipien Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit sicher gut gehalten hat. Im Sinne moderner Wahlverwandtschaften liess er sich 3 Jahre später scheiden. So gesehen ein Musterbeispiel eines atheistischen Humanisten. Seine Konvertierung 2003 vom Protestanten zum römisch-katholischen Glauben passt nun nicht ganz zum skizzierten Bild.

Meinem Interesse an Atheismus und Humanismus tut dies keinen Abbruch. Vor wenigen Jahren entstand das Humanistische Manifest III. Was sind die Inhalte eines modernen Humanismus? Nicht sehr viele Nichtgläubige kennen diese Manifeste. Wobei diese eigentlich Verbindlichkeit haben sollten, jedenfalls aus Sicht der Autoren. Diese stellen immerhin eine guten Teil der atheistischen Crème de la Crème dar.

Voranstellen möchte ich 12 Kernsätze des atheistischen Humanismus, die sich deutlich aus dem nachfolgenden Text ergeben. Dieser Text zitiert entscheidende Passagen aus dem Humanistischen Manifest III, die jeweils kommentiert werden. Jeder Christ, Jude, Muslim und weitere Religionsangehörige, alle haben ein Anrecht zu erfahren, nach welchen Leitlinien der medial bestimmende Teil der Nichtgläubigen sein Leben ausrichtet. Weiters hat jeder, der beispielsweise das christliche Weltbild für irrelevant erklärt, einmal mehr die Chance, sich mit Kritik an seiner Weltsicht auseinanderzusetzen.

12 Kernsätze des atheistischen Humanismus:

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(Un)glaube: Zwei Grabreden im Vergleich!

Ostersamstag

Prolog: Josef von Arimathäa wälzte einen Stein vor des Grabes Tür (Mk,15,46). Vorbei alle Anstrengung, alle Zweifel, alle Hoffnung auf eine Wendung zum Besseren, vorbei der innere und äussere Kampf, der Einsatz für das Gute, das Leben und für den Glauben an den Menschen liebenden Gott. Unterstützung braucht es nicht mehr, Enttäuschung und Verrat waren gestern und sind nicht mehr rückgängig zu machen. Es bleibt noch dem Toten die letzte Ehre zu erweisen, ihm ein würdiges Begräbnis zukommen zu lassen.

Schnitt, erste Szene. Oxford im Distrikt Oxfordshire, es ist Ostersamstag. Wir befinden uns am Friedhof Mountbatton, unweit der ehrwürdigen Universität. Er war Professor für Biologie und einer der bekanntesten Wissenschaftler seiner Zeit.

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Frauentag, weg damit…


frauentag
Frauen wollen ihn am liebsten abschaffen, den Alibi-Jahrestag: Internationaler Frauentag. Wurscht, es ist stark, beschämend und überwältigend, was das „schwache Geschlecht“ erlebt und vorlebt.

Männer haben allen Grund, Achtung zu zeigen. Und zwar täglich, nicht nur an bestimmten Tagen…

Dann gibt es Lebensgeschichten, die Männern niemals zustossen oder die Männer niemals zustande brächten. Vier Beispiele seien stellvertretend genannt, aus ganz verschiedenen Ecken der Welt…
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serie fotopause: „change my world!“

nach einigen wochen rein intellektuellen (?!) daseins, soll die rechte gehirnhälfte mehr zu ihrem recht kommen.
bilder wirken, wenn man sich auf sie einlässt. jedenfalls wenn der künstler (fotograf) das entsprechende auge hat. und um augen geht es hier…


change my world
, ursprünglich hochgeladen von Tatiana Cardeal

gesichter, vor allem augen erzählen da geschichten, die jedes schreiben blässlich, wenn nicht blass erscheinen lassen!

 

Wer an Gott glaubt, kann kein Wissenschaftler sein

GenForschungCraig Venter, Genforscher: „Wer an einen übernatürlichen Schöpfer glaubt, kann kein guter Wissenschaftler sein.“ Craig Venter zitiert damit, was viele Naturwissenschaftler denken, besser gesagt glauben.

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Offener Brief an Richard Dawkins : Sieben Thesen PRO DEO mit R.D.

R.DawkinsDas Vorwort zu „Der Gotteswahn“ wurde bereits hinreichend kommentiert. Wie sieht es in der Folge mit den zentralen Thesen eines (in den Medien) führenden Vertreters des Atheismus aus?

Wir erinnern uns an die Gotteshypothese, die nach Richard Dawkins Grundvoraussetzung monotheistischer Religionen ist:

Es gibt eine übermenschliche, übernatürliche Intelligenz, die das Universum und alles, was darin ist, einschliesslich unserer selbst, absichtlich gestaltet und erschaffen hat (S.46). Weiters: Der abrahamitische Gott hat das Universum nicht nur erschaffen, sondern er ist ein persönlicher Gott, der darin oder ausserhalb davon (was immer das bedeuten mag) wohnt, und die unangenehmen Eigenschaften hat, auf die ich bereits angespielt habe (S.45/55).

Auf 534 Seiten macht sich der Evolutionsbiologe Dawkins eine Menge Gedanken zu dem Thema, wie sich die Existenz Gottes am wirkungsvollsten abstreiten, desavouieren und widerlegen lässt. Zu seinem Stil will ich mich an dieser Stelle nicht äussern. Fragen wir also: Zu welchen Schlüssen kommt Dawkins? Wie stehe ich als Theist zu diesen Schlüssen?

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Burma: Junta verteidigt Gewalt gegen Mönche

Avaaz.org hilft Spenden fliessen, Petition in GB

Zyklon Nargis Aktuelle Entwicklung in Burma

Achtung: Infos und Aktionen betr. TIBET, CHINA, NAHOST…

siehe auch: NEU 2008-04-20: Tibet: Militär als Mönche verkleidet?

siehe auch: NEU 2008: free-Tibet-du kannst-mitmachen

siehe auch: burma-myanmar-schweigen

siehe auch: free-burma-du-kannst-mimachen


Burma und kein Ende,
ein Zitat aus der Presse:

„Birmas Religionsminister hat die Niederschlagung der friedlichen Proteste in dem südostasiatischen Land Ende September erneut verteidigt. Die Demonstranten seien von «falschen» Mönchen verleitet worden, sagte Brigadegeneral Thura Myint Maung bei einem Treffen mit dem staatlich sanktionierten Mönchsrat in Rangun. Das berichteten die Staatszeitungen am Donnerstag mit einem Bild, das den Brigadegeneral in devoter Haltung vor den Mönchen zeigt. Mit solchen Fotos versucht die Militärregierung die Botschaft zu vermitteln, die Mönche seien der Junta wieder wohlgesonnen.

Burma, Quelle DPA

Der Minister sagte, als Buddhisten hätten die Soldaten bei der Niederschlagung des Aufstandes äußerste Vorsicht walten lassen. Kein Mönch sei in Gefangenschaft ums Leben gekommen. Dissidentengruppen haben dagegen Fotos von Toten und Misshandelten in den safranroten Roben der Mönche veröffentlicht. Die Gewalt gegen die Mönche hat in dem buddhistischen Land ein Tabu gebrochen. Die Menschen sind über das Vorgehen nach wie vor entsetzt. Die Junta ernannte unterdessen Generalleutnant Thein Sein zum Premierminister. Er tritt die Nachfolge des Mitte Oktober gestorbenen Soe Win an. Das Amt ist mit keinerlei Macht ausgestattet, da die Politik von der Militärjunta bestimmt wird.“
(© Welt erschienen am 25.10.2007)

2008: Die Gewalt gegen die Mönche hat in dem buddhistischen Land ein Tabu gebrochen. Allein diese Tatsache erfordert unser Beten und Handeln, soweit es in unserer Macht steht. Siehe die links oben, um Petitionen für die Befreiung Burmas und Tibets zu unterzeichnen! Danke!

Achtung: Infos und Aktionen betr. TIBET, CHINA, NAHOST…

serie kleine werkstätte: no emotion, no islam?

auf die dauer sind sie mühsam, egal ob sie bigberta oder PI heissen. diese blogs kommen von ihren emotionen kaum herunter und scheitern an ihren prämissen. sie sind „gegen jegliche vorbehalte oder einwände gegen den islam“ oder „bewegen sich von vorneherein ausserhalb der politischen (mehrheitlich akzeptierten gesellschaftlichen) standards“.

Christentum und Islam

sie sind anti, also immer äusserst subjektiv. ich sage dagegen: less emotion, mehr fakten und nachvollziehbare einschätzungen, bitte. ganz in ruhe, lassen wir uns auf unterschiede zweier grosser religionen nach inhalten und praktiken ein. ohne keule, ohne anklage.

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FREE BURMA: zeit zu handeln!

an alle blogger mit herz und verstand: hier ist eine aktion zum mitmachen, HEUTE am 4.oktober:

Free Burma! näheres auf dieser seite.


Free Burma!

es baut auf, dass in der blogosphäre aktuell wichtige schritte gesetzt werden!
see you there, folks…

serie kleine werkstätte: dankbarkeit heisst offen sein…

in der stunde der barmherzigkeit hat bernward wunderbar ausgewählte texte zum thema dankbarkeit gesprochen.

jesus/gott/geist ist das licht. erst das licht lässt mich die früchte erkennen. die gute ernte, das leuchten in meinem leben. […unseren schmerz und unser versagen erleben wir auch ohne licht.]

dankbarkeit für jesus/gott/geist heisst – für ihn dasein, bereit und offen zu sein. das vertrauen zu jesus/gott/geist ist mein tun, mein lassen, mein erkennen.

was kann ich erkennen und erreichen auf meinem weg? der beginn ist immer das schwerste. ich beginne schlicht mit dem, was ich habe, was ich bin. ist es denn mehr geworden mit der zeit, in meiner zeit?

nicht viel kann ich festmachen, auf meinem weg. aber eines weiss ich sicher: immer wenn ich jesus/gott/geist in anderen menschen erkenne, sehe, treffe, ist es unglaublich beglückend. […sicher war er auch schon bei mir, und ich habe ihn nicht erkannt.]

maria, zeige uns jesus. lass uns christus schauen. jetzt und heute freue ich mich mit euch, ihr menschen, die ihr jesus, gott und den geist in euch tragt. der dreieinige gott beschütze euch, amen.

gut mit sich selbst umgehen – anselm grün

ANSELM GRÜNeinige büchlein von ANSELM GRÜN habe ich bereits mit mehr oder weniger interesse gelesen, beim obengenannten titel hat es schliesslich gefunkt (allerdings erst ab kapitel 4). wie gehe ich tatsächlich mit mir und mit anderen um? hier eine zusammenfassung dieses kapitels:

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