Archiv der Kategorie: Theismus

Theodizee: Sind das Leiden und das Böse überhaupt ein Problem?

Wozu leiden wir?

Wozu leiden wir?

0815-Anleitungen honoriger Männer und Frauen lassen meine Magensäure in unerträgliche Höhen schiessen, also meide ich dieses Literaturgenre für gewöhnlich. Jedenfalls sah ich beim letzten Besuch bei meinen Eltern ein Buch liegen (Aus heiterem Himmel – Einfälle und Eingebungen für das Leben hier unten von Abtprimas Wolf Notker) und…

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serie kleine werkstätte: Sind Christen frei?

Der Satz kommt uns schnell von den Lippen: Als Christen sind wir sind freie Menschen.
Nichtgläubige und Wissenschaftler sehen das zumeist ganz anders.

Wissenschaftler, sofern sie einer wachsenden Gemeinde von Kollegen angehören, sehen die Willensfreiheit des Menschen (siehe u.a. Wolf Singer und den Wissenschaftsblog kamenin) generell äußerst eingeschränkt.  Ein wenig anders sieht es aus, wenn Nicholas Humphrey im Seed-Magazin über die aktuelle Forschung nachdenkt. Wobei die meisten Wissenschaftler heute über die angesprochene Christenfreiheit nur lächeln, wenn nicht spotten.

Und Nichtgläubige und Atheisten, mit denen ich auf meinem Blog des öfteren das Vergnügen habe, können…

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…oder begeisterte Theologen beten um Bestätigung?

Bloggen wird erst dann gut, wenn es wenigstens den Hauch von Selbstironie oder Widerspruch zulässt. Kamenins Artikel „Verzweifelte Theoretiker bitten um Widerlegung“ (ein kurzer Verweis auf einen Artikel von Lawrence Krauss auf der Seite von Edge: The Third Culture) hatte etwas Anregendes für mich, allerdings nicht in Richtung lesen, wohl eher in Richtung beleuchten

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serie kleine werkstätte: In der Nachfolge Jesu – mit Paulus

Paulus

Paulus von Tarsus: Beeindruckend wie kaum ein zweites Schicksal, dass uns die Schrift erzählt.

Alles hat sich geändert für Paulus, mit der einzigartigen Wende seines Lebens, vom gesetzestreuen Verfolger zum liebenden Christusnachfolger. Nur sein Name hat sich nicht wirklich geändert: Für die Römer hiess er Paulus, für die Juden Saulus.

Kann man Paulus überhaupt konkret erfassen? Man kann es jedenfalls versuchen, hier der Entwurf eines Paulus-Ratgebers…

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Todestag Johannes Paul II: Das Kreuz als Baum des Lebens!

Johannes-Paul-II50.000 Menschen auf der Piazza San Pietro. Papst Benedikt XVI. feierte auf dem Petersplatz eine Messe zum Gedenken an seinen großen Vorgänger. Vor genau drei Jahren ist Papst Johannes Paul II. gestorben.

„Das Datum 2. April bleibt tief in unser Gedächtnis eingeprägt”, sagte Papst Benedikt, „wir alle denken voller Emotion an die Stunden dieses Samstagabends vor drei Jahren zurück, als eine betende Menge hier auf dem Platz die Nachricht von seinem Tod aufnahm.”Johannes Paul sei ein österlicher Mensch gewesen, von „außerordentlicher spiritueller und mystischer Sensibilität”; er sei in seinem Leben immer dem kreuztragenden Christus gefolgt, sei ihm gerade dann, als ihm die Stimme verloren ging, im Leiden immer ähnlicher geworden. Noch einmal rief Benedikt XVI. die berühmten Worte seines Vorgängers: „Habt keine Angst!”

Erinnern möchte ich an Worte, die Johannes Paul II vor genau 10 Jahren an uns gerichtet hat…

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Atheismus und der gottlose Humanismus

Im Jahr 1933, als das I. Humanistische Manifest entstand, wurde mein Vater geboren. Etwa ein viertel Jahrhundert konnte er nur seine Interessen, Werte und seine Würde leben. Meine Geburt bedeutete (wie die Geburt jedes Kindes) eine grosse Veränderung, wobei er es mit den humanistischen Prinzipien Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit sicher gut gehalten hat. Im Sinne moderner Wahlverwandtschaften liess er sich 3 Jahre später scheiden. So gesehen ein Musterbeispiel eines atheistischen Humanisten. Seine Konvertierung 2003 vom Protestanten zum römisch-katholischen Glauben passt nun nicht ganz zum skizzierten Bild.

Meinem Interesse an Atheismus und Humanismus tut dies keinen Abbruch. Vor wenigen Jahren entstand das Humanistische Manifest III. Was sind die Inhalte eines modernen Humanismus? Nicht sehr viele Nichtgläubige kennen diese Manifeste. Wobei diese eigentlich Verbindlichkeit haben sollten, jedenfalls aus Sicht der Autoren. Diese stellen immerhin eine guten Teil der atheistischen Crème de la Crème dar.

Voranstellen möchte ich 12 Kernsätze des atheistischen Humanismus, die sich deutlich aus dem nachfolgenden Text ergeben. Dieser Text zitiert entscheidende Passagen aus dem Humanistischen Manifest III, die jeweils kommentiert werden. Jeder Christ, Jude, Muslim und weitere Religionsangehörige, alle haben ein Anrecht zu erfahren, nach welchen Leitlinien der medial bestimmende Teil der Nichtgläubigen sein Leben ausrichtet. Weiters hat jeder, der beispielsweise das christliche Weltbild für irrelevant erklärt, einmal mehr die Chance, sich mit Kritik an seiner Weltsicht auseinanderzusetzen.

12 Kernsätze des atheistischen Humanismus:

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(Un)glaube: Zwei Grabreden im Vergleich!

Ostersamstag

Prolog: Josef von Arimathäa wälzte einen Stein vor des Grabes Tür (Mk,15,46). Vorbei alle Anstrengung, alle Zweifel, alle Hoffnung auf eine Wendung zum Besseren, vorbei der innere und äussere Kampf, der Einsatz für das Gute, das Leben und für den Glauben an den Menschen liebenden Gott. Unterstützung braucht es nicht mehr, Enttäuschung und Verrat waren gestern und sind nicht mehr rückgängig zu machen. Es bleibt noch dem Toten die letzte Ehre zu erweisen, ihm ein würdiges Begräbnis zukommen zu lassen.

Schnitt, erste Szene. Oxford im Distrikt Oxfordshire, es ist Ostersamstag. Wir befinden uns am Friedhof Mountbatton, unweit der ehrwürdigen Universität. Er war Professor für Biologie und einer der bekanntesten Wissenschaftler seiner Zeit.

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And the Oscar goes to…

Oscar
…the Creator’s Enemy: Mr. Richard Dawkins!

Hey, das klingt doch fantastisch. Da können wir uns die anstrengende Sache mit Gott und der Religion vielleicht doch sparen. Aus dem Fasching bzw. Karneval heraus starten wir endgültig in Richtung völlig „befreite“ Ostern… Aber der Reihe nach. Was sind nun die good news aus der scientific community?
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Offener Brief an Richard Dawkins : Sieben Thesen PRO DEO mit R.D.

R.DawkinsDas Vorwort zu „Der Gotteswahn“ wurde bereits hinreichend kommentiert. Wie sieht es in der Folge mit den zentralen Thesen eines (in den Medien) führenden Vertreters des Atheismus aus?

Wir erinnern uns an die Gotteshypothese, die nach Richard Dawkins Grundvoraussetzung monotheistischer Religionen ist:

Es gibt eine übermenschliche, übernatürliche Intelligenz, die das Universum und alles, was darin ist, einschliesslich unserer selbst, absichtlich gestaltet und erschaffen hat (S.46). Weiters: Der abrahamitische Gott hat das Universum nicht nur erschaffen, sondern er ist ein persönlicher Gott, der darin oder ausserhalb davon (was immer das bedeuten mag) wohnt, und die unangenehmen Eigenschaften hat, auf die ich bereits angespielt habe (S.45/55).

Auf 534 Seiten macht sich der Evolutionsbiologe Dawkins eine Menge Gedanken zu dem Thema, wie sich die Existenz Gottes am wirkungsvollsten abstreiten, desavouieren und widerlegen lässt. Zu seinem Stil will ich mich an dieser Stelle nicht äussern. Fragen wir also: Zu welchen Schlüssen kommt Dawkins? Wie stehe ich als Theist zu diesen Schlüssen?

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Der Gotteswahn (R.Dawkins)- ein Nachwort zum Vorwort

Lalla, Ehefrau von R.DawkinsIch wusste nicht, dass ich das gedurft hätte„, zitieren Sie in Ihrem Vorwort Ihre eigene Frau (Lady Sarah Ward, besser bekannt als Lalla), die liebend gerne die Schule aufgegeben hätte, dies aber ihren Eltern gegenüber nicht äussern konnte.

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