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Bio-Lehrer zweifeln an Evolutionstheorie

Für zwei Studien ließ er mehr als 1000 Lehramtsstudenten im ersten Semester befragen. Das Ergebnis: Jeder Achte zweifelt an Darwins Evolutionslehre, der wichtigsten Theorie der Biologie. Dittmar Graf bildet seit 1992 Bio- Lehrer aus. Er ist Professor an der TU Dortmund und Sprecher der Biologie- Didaktiker in Nordrhein- Westfalen.

Na bravo, rufe ich den Naturalisten und Atheisten unter den Evolutionstheorie-Verfechtern zu. Das tue ich ohne jede Häme, was hätte ich davon?

Meine Vorstellung (als aktiv gläubiger Christ) ist, dass möglichst jedes Mitglied unserer Gesellschaft wissenschaftliches Arbeiten verstehen und schätzen lernt. Die Studie zeigt nun, dass hier zum Teil religiöse Werthaltungen Wirkung zeigen, und dass  losgelöst von religiösen Faktoren (jetzt kommt’s )…

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Thomas von Aquin und Dawkins, der philosophische Hohlkopf

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Thomas von Aquin

Einmal mehr jährt sich der Gedenktag des Thomas von Aquin. Ein auch heute beeindruckender Geist, der vor 800 Jahren das Unmögliche möglich machte: Wissenschaft und Theologie zu versöhnen.

Aber wer wird den unscheinbaren Biologieprofessor aus Oxford (Dawkins) in 800 Jahren würdigen, oder in 100 Jahren, oder in 10 Jahren? Kaum jemand, denn mit seinem kleinkarierten Werk „The God Delusion“ hat sich der Biologieprofessor nach wissenschaftlicher Lesart galaxienweit ins Abseits gestellt.

Doch zurück zu Thomas von Aquin.

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Bevor wir die Frage nach der Existenz Gottes stellen, müssen wir uns fragen, was wir denn unter „Gott“ verstehen. Daran kranken die meisten Betrachtungen der Gottesbeweise, denn die Leser erwarten erstens einen zwingenden Beweis (den es so nicht gibt) und zweitens einen Beweis, der direkt zum christlichen, personalen Gott führt. Auch dieses können die thomistischen Beweise nicht liefern.

Am Ende des zweiten Teil des zweiten Kapitels legt Dawkins dazu ein sauberes Fundament, indem er definiert, was göttlich wirklich bedeutet (für Dawkins – aber auch für Thomas oder grundsätzlich):

„Der entscheidende Unterschied zwischen Göttern und gottähnlichen Außerirdischen liegt nicht in ihren Eigenschaften, sondern in ihrer Entstehungsgeschichte.“ (S. 106).

Dem gegenüber sind Götter – per definitionem – Wesen (ob intelligent oder nicht, das kann vorläufig dahingestellt bleiben), die ursprungslos sind.

Mehr wollen wir –

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Christen Bashing (Thema beschränkter Humanismus)

Nur zeigen oder lieber verstehen?

Auf den (Blick-)winkel kommt es an!

Dieses scheinbar nicht sehr aufregende statement ist auf dem Brights blog zu lesen –

und doch zeigt es das ganze Elend der Hatz auf sogenannte „Weichspül-Christen“:
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„Notwendig für eine sinnvolle Definition dieser Religion ist der Glaube an Jesus Christus als Sohn Gottes, an Himmel und Hölle und an die Bibel als von Gott geschriebenes, diktiertes oder inspiriertes Buch…. Wer das nicht glaubt, ist kein Christ…“

Da ist sie also wieder, die Intelligenzija, die an Klischees klebt, wie der Honig am Löffel…

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Kinder um jeden Preis. (Thema beschränkter Humanismus)

Dort wo überhaupt noch ein Kinderwunsch vorhanden ist, muss er mit aller Gewalt durchgesetzt werden?!

Unfruchtbarkeit ist eine Krankheit„, sagt die Welt- gesundheitsorganisation WHO.

Ihre vermeintliche Heilung ist Ausdruck der häufiger anzutreffenden Unfähigkeit, auf traurige Fakten eine sinnvolle Antwort zu finden:

„Die Reproduktionsmedizin muss es doch noch möglich machen!“

Diese Haltung ist Ausdruck einer erschreckenden Fantasielosigkeit…

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Zum gottlosen Humanismus in 12 einfachen Schritten

Jetzt die Bibel auf den Feuermüll?

Ist es Zeit, die Bibel auf den Feuermüll zu werfen?

Sokrates in 5 minutes; Islam in 30 Sekunden; Jesus für Anfänger. Wir kennen diese Rezepturen, Kommerzielles ohne den notwendigen background. An dieser Stelle agieren wir im Doppelpack. Erstens: In 12 Schritten zum Humanismus – genauer gesagt zum gottlosen Humanismus des Humanistischen Manifest III, das unter anderem von Paul Kurtz, dem Begründer der International Academy of Humanism, und Richard Dawkins, dem gegenwärtigen Darling der Medien, unterzeichnet wurde. Zweitens: Zugang zu ausführlicheren Informationen, dazu ein Link im vorletzten Absatz des Artikels.

Säkularisten gehen unter anderem gläubigen Christen gegenüber aggressiv zu Werke, indem sie Metaphysik, Theologie und Glauben dogmatisch als Aberglauben (ab-)qualifizieren. Selten bis gar nicht nehmen sie auf ihre eigenen Bekenntnisse Bezug, wohl nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Dabei hat jeder Christ, Jude, Muslim und andere Religionsangehörige… alle haben ein Anrecht zu erfahren, nach welchen Leitlinien der progressive Teil der Nichtgläubigen sein Leben ausrichtet.

Lehnen wir uns zurück und „genießen“ die 12 Leitsätze, geschaffen von einer Riege pragmatisch denkender Individualisten, für die das Leben sinnlos ist – und die dennoch (aus ihrer Sicht: gerade deshalb) die gesellschaftliche Vorherrschaft reklamieren.

12 Kernsätze des atheistischen Humanismus:

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Atheismus und der gottlose Humanismus

Im Jahr 1933, als das I. Humanistische Manifest entstand, wurde mein Vater geboren. Etwa ein viertel Jahrhundert konnte er nur seine Interessen, Werte und seine Würde leben. Meine Geburt bedeutete (wie die Geburt jedes Kindes) eine grosse Veränderung, wobei er es mit den humanistischen Prinzipien Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit sicher gut gehalten hat. Im Sinne moderner Wahlverwandtschaften liess er sich 3 Jahre später scheiden. So gesehen ein Musterbeispiel eines atheistischen Humanisten. Seine Konvertierung 2003 vom Protestanten zum römisch-katholischen Glauben passt nun nicht ganz zum skizzierten Bild.

Meinem Interesse an Atheismus und Humanismus tut dies keinen Abbruch. Vor wenigen Jahren entstand das Humanistische Manifest III. Was sind die Inhalte eines modernen Humanismus? Nicht sehr viele Nichtgläubige kennen diese Manifeste. Wobei diese eigentlich Verbindlichkeit haben sollten, jedenfalls aus Sicht der Autoren. Diese stellen immerhin eine guten Teil der atheistischen Crème de la Crème dar.

Voranstellen möchte ich 12 Kernsätze des atheistischen Humanismus, die sich deutlich aus dem nachfolgenden Text ergeben. Dieser Text zitiert entscheidende Passagen aus dem Humanistischen Manifest III, die jeweils kommentiert werden. Jeder Christ, Jude, Muslim und weitere Religionsangehörige, alle haben ein Anrecht zu erfahren, nach welchen Leitlinien der medial bestimmende Teil der Nichtgläubigen sein Leben ausrichtet. Weiters hat jeder, der beispielsweise das christliche Weltbild für irrelevant erklärt, einmal mehr die Chance, sich mit Kritik an seiner Weltsicht auseinanderzusetzen.

12 Kernsätze des atheistischen Humanismus:

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(Un)glaube: Zwei Grabreden im Vergleich!

Ostersamstag

Prolog: Josef von Arimathäa wälzte einen Stein vor des Grabes Tür (Mk,15,46). Vorbei alle Anstrengung, alle Zweifel, alle Hoffnung auf eine Wendung zum Besseren, vorbei der innere und äussere Kampf, der Einsatz für das Gute, das Leben und für den Glauben an den Menschen liebenden Gott. Unterstützung braucht es nicht mehr, Enttäuschung und Verrat waren gestern und sind nicht mehr rückgängig zu machen. Es bleibt noch dem Toten die letzte Ehre zu erweisen, ihm ein würdiges Begräbnis zukommen zu lassen.

Schnitt, erste Szene. Oxford im Distrikt Oxfordshire, es ist Ostersamstag. Wir befinden uns am Friedhof Mountbatton, unweit der ehrwürdigen Universität. Er war Professor für Biologie und einer der bekanntesten Wissenschaftler seiner Zeit.

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And the Oscar goes to…

Oscar
…the Creator’s Enemy: Mr. Richard Dawkins!

Hey, das klingt doch fantastisch. Da können wir uns die anstrengende Sache mit Gott und der Religion vielleicht doch sparen. Aus dem Fasching bzw. Karneval heraus starten wir endgültig in Richtung völlig „befreite“ Ostern… Aber der Reihe nach. Was sind nun die good news aus der scientific community?
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Offener Brief an Richard Dawkins : Sieben Thesen PRO DEO mit R.D.

R.DawkinsDas Vorwort zu „Der Gotteswahn“ wurde bereits hinreichend kommentiert. Wie sieht es in der Folge mit den zentralen Thesen eines (in den Medien) führenden Vertreters des Atheismus aus?

Wir erinnern uns an die Gotteshypothese, die nach Richard Dawkins Grundvoraussetzung monotheistischer Religionen ist:

Es gibt eine übermenschliche, übernatürliche Intelligenz, die das Universum und alles, was darin ist, einschliesslich unserer selbst, absichtlich gestaltet und erschaffen hat (S.46). Weiters: Der abrahamitische Gott hat das Universum nicht nur erschaffen, sondern er ist ein persönlicher Gott, der darin oder ausserhalb davon (was immer das bedeuten mag) wohnt, und die unangenehmen Eigenschaften hat, auf die ich bereits angespielt habe (S.45/55).

Auf 534 Seiten macht sich der Evolutionsbiologe Dawkins eine Menge Gedanken zu dem Thema, wie sich die Existenz Gottes am wirkungsvollsten abstreiten, desavouieren und widerlegen lässt. Zu seinem Stil will ich mich an dieser Stelle nicht äussern. Fragen wir also: Zu welchen Schlüssen kommt Dawkins? Wie stehe ich als Theist zu diesen Schlüssen?

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Der Gotteswahn (R.Dawkins)- ein Nachwort zum Vorwort

Lalla, Ehefrau von R.DawkinsIch wusste nicht, dass ich das gedurft hätte„, zitieren Sie in Ihrem Vorwort Ihre eigene Frau (Lady Sarah Ward, besser bekannt als Lalla), die liebend gerne die Schule aufgegeben hätte, dies aber ihren Eltern gegenüber nicht äussern konnte.

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